1892
Meteorologie.
der Einflufs hervor. Einzelne Beweise hierfür beizubrinaenscheint mir überflüssig, da dieselben aus der unten mitgetheil-ten Uebersicht in genügender Menge zu entnehmen sind. DerUnterschied ist so auffallend , dafs die Gröfse der Oscillationnach Fohbes zu London sich schon doppelt so grofs zeigt,als zu Edinburg, und zu Paris fast dreimal so grofs. in die-ser Beziehung sind aber die Beobachtungen unter hohen Brei-ten von grofser Wichtigkeit. Es standen hierfür zuerst nurdiejenigen zu Gebote, welche Parkt auf seiner ersten Ent-deckungsreise vom März bis August 1819 zu Melville unter74° N, B. anstellte undaus denen ein Steigen des' Barometersvon 0 bis 4 Uhr folgt, welches Daniell 1 zur Unterstützungseiner Hypothese über dieses Problem benutzte. Fohbes undKämtz bemerken jedoch beide, dafs die .Beobachtungen hier-zu nicht geeignet sind, weil ihnen die Correction für dieTemperatur fehlt. Inzwischen ist der mittlere Stand des Ba-rometers in engl. Zoll
um 16 Uhr = 29",8666 um 4 Uhr = 29",866120 — = 29,8633 8 — = 29,8708
0 - = 29,8631 12 — =s 29,8696.
Dafs hiernach das Barometer von O* 1 bis 4 11 steigt, anstatt zusinken, fällt sogleich auf, nach genauerer Untersuchung findetaber Hallström
Minimum bei 1 u 19' Minimum bei 15 h 10'
Maximum — 8 47 Maximum — 18 43.
Auf der zweiten Reise des Capitain Parkt wurden die Be-obachtungen während 6 Monaten vom Nov. 1S24 bis April1825 mit Einschlufs der um 16 Uhr nicht blofs sehr gewis-senhaft und mit den geprüftesten Instrumenten angestellt, son-dern sie wurden auch alle auf den Gefrierpunct des Wassersreducirt, und geben ganz entschieden negative Oscillationen,nämlich eine Abnahme von 4 Uhr bis 10 Uhr, von 16 Uhrbis 22 Uhr und wieder eine Zunahme von 22 Uhr bis 4 Uhr.Es sind also zwei Maxima und zwei Minima vorhanden, aberdenen entgegengesetzt, welche unter mittleren und niederenBreiten beobachtet werden. Der gröfste Unterschied fand zwi-schen 16 11 und 22 11 statt und betrug 0',0089 engl.
1 Meteorol. Esiays. T. I. p. 251.