Band 
Sechster Band. Dritte Abhteilung. Me - My.
Seite
1944
JPEG-Download
 

1944 Meteorologie.

Wrangel gefundenen Werthen, nämlich 337,54 dienen zukönnen.

64) Nehmen wir das, was diesemnach hierüber aufgestelltworden ist, als Regel an, so gehören alle hierzu nicht passendeBarometerstände zu den Ausnahmen, die durch örtliche Einflüssebedingt werden. Diese Einflüsse sind theils allgemeine, theilsspecielle, und obwohl nur gering rücksichtlich der Zahl ihrerArten, dennoch höchst vielfach und verschieden an Wirkung;denn ohne dieses wäre gar nicht erklärlich, wie an nicht weitvon einander abstehenden Orten so ganz verschiedene Baro-meterstände statt finden könnten, dafs auch bei angenommenergröfster Fehlergrenze der Beobachtungen stets noch ein sehrmerkbarer Unterschied hervortritt, wie beispielsweise schondurch die Vergleicbuhg von denen zu Tripolis und Cairo sicht-bar hervorgeht. Als solche bedingende Ursachen wüfste ich,aufser einigen unbedeutenden, als eine stärkere Erwärmungdurch den Einflufs des Bodens, erleichterte Verdunstung, Er-zeugung oder Abhaltung gewisser Luftzüge u. s. w., kaumeine andere namhaft zu machen, als partielle Luftströmungen.Hierüber lassen sich bei noch mangelnden genügenden Beob-achtungen zwar nur Hypothesen aufstellen, allein diese habenohne Widerrede mindestens einen hohen Grad innerer Wahr-scheinlichkeit. Merkwürdig ist hierbei noch der oben bereitserwähnte Umstand , dals die Luftströmungen sowohl eine Er-hebung, als auch eine Senkung des Quecksilbers bewirkenkönnen, je nachdem die Luftmassen an irgend einem Orte vonaufsen her zusammengedrängt werden oder mit Leichtigkeitnach aufsen abfliefsen, und ich zweifle nicht, dafs das hierüberaufgestellte Gesetz (§. 44. d.) in der Natur begründet sey.Ein allgemeiner, das Quecksilber deprimirender Strom der er-wärmten Luft, von der Grenze der äquatorischen Zone ausbis zum Polarkreise und noch weiter hin fortgehend, scheintmir im atlantischen Oceane unter einer mittleren Länge vonetwa 15° westlich von Greenwich vorhanden zu sevn, wel-cher zum Theil den niedrigen Barometerstand auf Island undGrönland zur Folge hat, und ein zweiter im Mittel etwa 180Grade hiervon entfernt, dessen EinfluTs sich bei den Barome-terständen zu Kamtschatka zeigt. Beide werden möglicher-weise durch die Configuration der Länder ganz oder zum Theilerzeugt und kündigen sich noch aufserdem durch hervorste-