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Sechster Band. Dritte Abhteilung. Me - My.
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1960
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1960

Meteorologie.

grenzende dichtere eindringen läTüt und dann oben abfliefst.Diese regelmäfsige Strömung, die zum Theil in den Passat-winden kenntlich wird, unterliegt jedoch mannigfaltigen Mo-dificationen, welche in der ternperirten Zone ihren Einllufswohl vorzüglich äufsern , so dafs ein vorwaltendes Gesetz kaummehr zu erkennen ist, ind o aufser dieser bedeutendsten nocheine Menge anderer, meisti ; zwar über weite Länderstreckenverbreiteten, dennoch aber lr partieller Fluthungen statt fin-det. Sie zeigen sich kei' swegs blofs in den Bewegungenderjenigen Luftschichten, welche die Oberfläche der Erde be-rühren, und die von den Meteorologen meistens nur als herr-schende NVinde beachtet werden, obgleich sie sogar in mäfsi-gen Entfernungen durch örtliche Bedingungen bedeutende Ver-änderungen ihrer Richtung und selbst ihrer Stärke erleiden,sondern äufsern ihren Einflufs hauptsächlich auch durch ihrVorhandenseyn in den hohem Regionen, wo so häufig uner-wartet Trübungen entstehn und Wolkenbildungen statt finden,die sich nicht selten durch eine Verminderung des Luftdruckesund ein Sinken des Quecksilbers im Barometer schon in vor- *aus ankündigen. Bleiben wir indefs nur bei den uns kennt-lich werdenden Luftströmungen, den Winden, stehn, so gehtderen bedeutender Einflufs auf die gesammte Witterung, undsomit auch auf die Oscillationen des Barometers, wohl aus kei-ner Sache so augenfällig hervor, als aus dem Resultate derneuesten Untersuchungen des Dr. Eisf.nlour, wonach sogardie durch den Mond verursachten Hebungen und Senkungendes Quecksilbers im Barometer mit der Richtung der Windeim Zusammenhänge stehn. Hierdurch wird dieses letztererälhselhafte Problem zwar noch dunkler, inzwischen geht da-mit zugleich ein schwacher Schimmer der Hoffnung auf, auchhierfür vielleicht ein allgemeines Gesetz aufzufinden.

75) Der Einflufs der Winde auf die Oscillationen desBarometers ist bereits 1 2 erwähnt worden und dabei das Verdiensthervorgehoben, welches L. v. Buch sich dadurch erwarb, dafs erdie Aufmerksamkeit der Physiker auf diesen Gegenstand vor-züglich richtete. Seitdem hat Kautz 2 diese Aufgabe gründ-

1 S. Art. llarometcr. Bd. I. S. 935.

2 Meteorologie. Th. II. S. 313.