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Sechster Band. Dritte Abhteilung. Me - My.
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1977
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1977

Appai’ate. Hygrometer.

kühlten Körpern zeigt, gehört auch der von Soldneh 1 2 , wel-cher jedoch damals unbeachtet blieb. Sobald dagegen Da-nif.ll die Aufmerksamkeit der Physiker auf seinen Apparatgelenkt hatte, wurde dieser auf mehrfache Weise abgeändert,wie bereits angegeben worden ist. In der Hauptsache wird ent-weder das zur Bestimmung des Thaupunctes dienende Ther-mometer nach der ursprünglichen Einrichtung durch die ab-kiihlende Flüssigkeit umgeben, auf deren Hülle sich dann derThau niederschlägt, oder die Aufsenfläche des Thermometerswird abgekühlt und nimmt auch unmittelbar den Niederschla"auf. Gegen die letztere Einrichtung machte Daniell den Ein-wurf, dafs der in der Umgebung erzeugte Aetherdampf einenstörenden Einllufs äufsere, Foggo 2 aber drehte diesen Vor-wurf um und behauptete, dafs bei der andern Constructions-art die Leitungsfähigkeit des die Thermometerkugel bis zurHälfte einschliefsenden Aethers bedingend einwirke. Bei denguten Instrumenten, namentlich den vom jüngern Gheiner zuBerlin verfertigten, schneidet jedoch die verdunstende Ober-fläche sowohl die kleine Thermometerkugel, als auch den ver-goldeten Ring, auf welchem sich der niedergeschlagene Thauzuerst zeigt, und so ist mindestens die wohlbegründete Ver-muthung vorhanden, dafs in dieser gemeinschaftlichen Ebeneeine gleiche Temperatur herrsche. Von gröfserer Bedeutungdagegen sind diejenigen Fehler, welche John Adie 3 aus ei-gener Erfahrung entnommen haben will. Hiernach soll näm-lich ein tiefer liegender Thaupunct durch diejenigen Instru-mente angezeigt werden, die mit schlechterem Aether gefülltsind, ein höherer aber, wenn der enthaltene Aether besserist, jedoch sollen die letzteren eine gröfsere Menge Aetherbeim Gebrauche erfordern. Ferner will er gefunden haben,dafs sofort das eingeschlossene Thermometer um mehrere Gra-de sinkt und eine Bethauung der Kugel erfolgt, wenn manden Apparat in der Nähe des Thaupunctes etwas schüttelt,wonach also selbst eine leicht mögliche geringe Bewegung desInstrumentes Fehler herbeiführen würde. Als das beste Prü-fungsmittel für diese Art von Hygrometern durch genaue Auf-

1 G. XXXII. 219.

2 Edinburgh Journ. of Science. N. XIII. p. S7.

3 Ebend. New Ser. N. I. p. 62.