1978
Meteorologie.
findung des eigentlichen Thaupunctes betrachtet Adib das ein-fache Verfahren von Saussure, wonach man ein Glas mitWasser füllt, welches gerade so weit erkaltet ist, dafs sichein feiner Thau auf seiner Oberfläche anlegt. Nach dem Vor-schläge von Connkll erreicht man dieses bei grofser Som-merhitze leicht durch Wasser aus einem tiefen Brunnen, beiniedrigerer Temperatur aber durch Auflösung von Salzen; al-lein nach diesem Principe kann man nicht füglich tragbare,jederzeit zu Gebote stehende Apparate verfertigen. Als zweck-mäßigstes und durch Vergleichung mit diesem Prüfungsmittelsich am bewährtesten zeigendes Hygrometer empfiehlt AdieFig. ein feines Thermometer mit einer Scale, welche nur zwischen— JO 0 und -|- 110° F. in Grade und, wo möglich, Theile der-selben getheilt worden ist, dessen kleine Kugel sich in der Mitteeiner hohlen gröfseren, von schwarzem Glase befindet. DerZwischenraum zwischen beiden Kugeln soll mit einer nichtleicht gefrierenden Flüssigkeit, etwa Alkohol oder Salzwassergefüllt, die äufsere Kugel aber mit Seidenzeuge so überzogenseyn, dals nur ein kleiner Theil von etwa 0,25 Zoll Flächefrei bleibt, worauf sich der Thau niederschlägt, wenn mandie Oberfläche 'durch aufgetröpfelten Schwefeläther langsamerkaltet. Adik’s Künstlertalent und Beobachtungsgabe sindvortheilhaft bekannt, allein dieser Apparat verspricht wegender erforderlichen Fortpflanzung der Wärme durch die ein-schliefsende Flüssigkeit keine genauen Resultate. Zweckmäfsi-ger dürfte es seiner eigenen Ansicht gemäfs seyn, einen sol-chen Apparat nach dem einfachen Principe von Le Rot und*Saursuke anzuwenden, als Vebnon Harcourt 1 und A. Con-uell 2 in Vorschlag gebracht haben. Dieser besteht aus einerFig. Phiole von dünnem Messingblech, etwa 1,5 Zoll im Durch-266 'messer haltend, mit polirter Aufsenfläche, die noch zweck-mäfsiger vergoldet seyn würde 3 . In diese wird ein feinesThermometer, welches ilur von — 10 bis höchstens -f- 50°C. graduirt seyn müfste, mit seiner Kugel eingesenkt und ver-mittelst eines Korkes so festgesteckt, dafs diese sich in der