1990
Meteorologie.
tersuchung angestellt. Hierbei liegt die Betrachtung zum Crunde,dafs jedes Lufttheilchen der Atmosphäre durch drei Kräfte af-ficirt wird, die Anziehung gegen die Erde, die Schwungkraftund die Anziehung der Lufttheilchen unter sich; weil aberdie letztere Kraft als verschwindend zu betrachten ist, so blei-ben blofs die beiden ersteren übrig. Es wird dann zugleichvorausgesetzt, dafs die Luft ein die wenig excentrische Erdeeinschliefsendes, in sich zusammenhängendes Ellipsoid bilde.Die Untersuchung führt übrigens zu dem Resultate, dafs eindurch diese Kräfte erzeugtes vollkommenes Gleichgewicht derBestandtheile der Atmosphäre nicht statt finde, und man mufssich daher auf die Aufsuchung eines genäherten beschränken,indem man blofs diejenigen Kräfte berücksichtigt, die in derRichtung der Fall-Linie auf irgend ein Lufttheilchen wirken.Heifst demnach für einen Durchschnitt der ellipsoidischen Erde,
F'K-worin CD die halbe Axe ist, der Halbmesser des Aequators
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'AC = a, die Normale MP, in deren Richtung ein in M be-findliches Lufttheilchen von der Erde angezogen wird, = z,und berücksichtigt man, dafs die Linie MS, welche die Ge-schwindigkeit des Umschwunges des Lufttheilchens um dieErdaxe bedingt, durch Cos. q> ausgedrückt werden kann, so-fern der Winkel S M R = MR A = der Polhöhe ist, bezeichnetman die Schwere unter dem Aequator durch G°, die Schwung-kraft ebendaselbst durch kG°, so ist die Schwungkraft, wo-mit sich das Luftelement in M der Richtung der Schwere ent-gegen zu entfernen strebt,
==kG°,— .Cos. 2 ®.
a
Wird ferner der Druck, welchen ein Lufttheilchen in M er-leidet, durch p und seine Dichtigkeit durch p, die Kraft aber,womit es in der Richtung der Normale von der Erda angezo-gen wird, durch V ausgedrückt, so ist
■V).
— = dz (kG°. — . Cos. 2 ® ■n a
Um hierin den Werth von V zu finden , ist zu berücksichti-gen, dafs, wenn G° die Schwere unter dem Aequator, G die-selbe unter irgend einem Breitengrade, R den Krümmupgs-halbmesser und z die Entfernung M P bezeichnet,
V = G (sTi)’