Einflufs des Mondes.
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Mondes, zeigten die geringe Begründung der hierüber aufge-stellten Behauptungen und insbesondere die Autorität des Letz-teren als Astronom und Arzt vermochte die meisten Physiker,dieser Ansicht beizutreten.
122) Ebensowenig günstig für den vermeintlichen Ein-flufs des Mondes fielen die Resultate der Erfahrung aus. Ge-gen die Behauptung von BalEouh über die Erzeugung oderVerschlimmerung der Krankheiten durch das Mondlicht er-klärte sich Raschig 1 und gegen Reil’s und anderer Meinun-gen Oluers, beide indem sie zeigten, dafs die darüber vor-handenen Erzählungen keineswegs genugsam begründet seyen,wozu Letzterer noch hinzufügte, dafs er selbst in seiner ärzt-lichen Praxis nie irgend einen Einflufs des Mondes auf Wurm-tibel, Balggeschwülste, Wassersüchten, Epilepsie und Nerven-zufälle wahrgenommen habe, eine Versicherung, die bei einemebenso gelehrten als besonnenen astronomischen Arzte, demdie genaue Stellung dieses Trabanten gegen die Erde stetsdeutlich vorschwebt, nicht den geringsten Zweifel gestattet*Auch H. C. Monkad 2 widerspricht dem an der Küste vonGuinea herrschenden Vorurtheile von einem schädlichen Ein-flüsse des Mondes auf die Gesundheit, welcher übrigens dortso hell scheint, dafs man bequem dabei lesen kann. Er selbstund andere schliefen oft beim Mondscheine im Freien, ohnedie geringste Einwirkung auf die Gesundheit davon zu em-pfinden. Gronau 3 versuchte es, aus hundertjährigen Beob-achtungen von 1701 bis 1800 einen constanten Einflufs desMondes auf den Gang der Witterung aufzufinden, und erhieltals Resultat, dafs der Mondwechsel 1743 Veränderungen ge-gen 3189 Nichtveränderungen , der Neumond 461 gegen 674,das erste Viertel 409 gegen 921, der Vollmond 475 gegen756, das letzte Viertel 398 gegen 838, das Perigäum 389 ge-gen 477 gaben, wonach also keine Einwirkung statt findenkönnte. Ebendieses Resultat fand Horsley 4 , übereinstim-mend mit seinen theoretischen Ansichten, aus einer Zusam-menstellung zahlreicher Erfahrungen. Oluers wählte zur Piü-