Einflufs de» Mondes.
2009
IJieiin ist unverkennbar, dafs das 'Barometer im Ganzen gegendie Zeit des Vollmondes regelmäßig sinkt und gegen die Zeitdes Neumondes steigt, dals aber zugleich um die Zeit des Neu-mondes oder bald nach dieser Mondphase ein zweites gerin-geres Steigen sichtbar wird, dem ein geringes Sinken voraus-gegangen ist. Die geringe Grölse dieses zweiten Unterschie-des zu Carlsruhe in so geringer Entfernung von Strafsburg fuhrtzu der Vermuthung, daß diese letztere Schwankung an man-chen Orten wohl gar nicht vorhanden und daher minderconstant als die erstere seyn könnte. Ein weiterer Einflußder Lunistitien zeigte sich nicht, und es ist nach den hier-über vorhandenen, einander widersprechenden Angaben wohlzu vermuthen, dafs die übrigen Verhältnisse der Mondständegegen die Erde von keinem bedeutenden Einflüsse sind.
129) Ueber die veränderliche Quantität der Hydrometeoretheile ich bloß die aufgefundenen Verhältnißzahlen 1 in fol-gender Tabelle mit.
Mondphase
Neumond
1 Octantt Viertel
2 OctantVollmond
3 OctantLetzt. Viert.
4 OctantMittel
Win-
ter
Friili-
ling
3,70493,9000
3,7591
3,1761
3,2208
3,4093
5,2790
5,0224
4,0983
4,7642
3,37684,35303,32245,63153,0909:4,20333,378514,65606,
Som-
5,7930
7,0660
6,0674
6,4326
8,1200
5,9793
6,6270
5,6196
i,4702
Herbst
5,5229
5,1473
5,3856
5,4672
5,5456
5,0959
4,9610
4,1936
5,1859
Jahr
4,744365,319204,855704,806635,430324 687935,159664,273654,91528
Hieraus ergiebt sich ein allen Jahreszeiten zugehöriges Maxi-mum der Regenmengen um die Zeit des Vollmonds und einMinimum um die Zeit des vierten Octanten, beide diesenMondphasen entweder etwas vorausgehend oder ihnen nach-folgend. Bloß im Frühling findet hiervon eine Ausnahmestatt, indem dann das Maximum in das letzte Viertel, das Mi-nimum aber auf den zweiten Octanten fällt, im Ganzen aber
1 Eisesloiiu nennt diese Gröfse die Dichtigkeit des Regens, wel-che = -^- ist, wenn b die Menge des atmosphärischen Wassers be-zeichnet, welche ia a Tagen herabfiei.