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Witterungsregeln.
Drehung des Windes zu suchen ist. Das beste Mittel zurVorausbestimmung der nahe bevorstehenden Witterung bleibtimmer noch das Barometer, jedoch lassen sich die Regeln,wonach man von seinen Schwankungen auf die Veränderun-gen des Wetters schliefsen mnfs, nicht allgemein angeben,sondern sie müssen aus mehrjähriger Erfahrung abstrahirt wer-den; denn oft steigt es vor dem Regen und während dessel-ben, und oft ist heiteres Wetter mit seinem niedrigen Standsverbunden, beides aus den über seine Schwankungen in Folgeherrschender Luftströmungen oben mitgetheilten Untersuchun-gen leicht erklärbar. Als allgemeine Regel aber läfst sich an-nelunen, dafs man um so mehr auf dauerndes gutes Wetterrechnen kann, je anhaltender die regelmäfsigen Oscillationenbeim mittleren Stande oder über demselben sich vorherrschendzeigen, also wenn das Quecksilber des Morgens nach 9 Uhrsteigt, um Mittag etwas sinkt und am Abend seine Höhe wie-der erreicht oder ihr nahe kommt, hauptsächlich aber nach ei-nem geringen Sinken während der Nacht oder früh Morgensdann gegen [0 Uhr etwa nicht hinter dem Stande des vorigenTages zurückbleibt. Ueberhaupt ist das Steigen des Barome-ters vom Abend bis zum andern Morgen ein sichereres Zeichenbevorstehenden heiteren Wetters, als wenn dieses während desTages erfolgt, ja ich möchte es als ein Vorzeichen sehr ver-änderlicher Witterung angeben, wenn wiederholt ein Steigenam Tage mit einem Sinken während der Nacht verbundenist, vorzüglich wenn die Gröfse des letzteren die des ersterenübertrifft. Endlich deuten schnelle Wechsel des Barometer-standes auf veränderliches Wetter, geringe und noch mehrein stabiles Verhalten auf beständige Witterung 1 .
135) Die sonstigen gewöhnlichen Vorzeichen der Witte-rung hat SchCbleh 2 sehr vollständig angegeben: sie lassensich besser durch Uebung als aus Beschreibungen erlernen.
1 Die oben $. 60. bereits erwähnte Angabe von Parry , dal» dasBarometer vom 74sten Breitengrade an die Veränderungen des Wet-ters nicht im voraus verkündigte und erst vom 60.ten Grade an diesebekannte Eigenschaft wieder zeigte, steht bis jetzt Doch allein undmnfs erst durch weitere Beobachtungen bestätigt oder widerlegt wer-den.
2 Grundsätze der Meteorologie. S. 191. Vergl.: der untrüglicheWetterprophet oder gründliche Anleitung u. s. w. Carlsruhe 1812. 8.
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