M eteo r stei n.
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macht, sondern man lernte anch das ganze Phänomen mit sei-nen Eigenthümlichkeiten so genau kennen und wurde mit derForm und den Bestandtheilen der herabcefallenen Massen soinnig vertraut, dafs es seitdem leicht ist, die Zuverlässigkeitanderer Nachrichten und die Aechtheit der für meteorisch aus-gegebenen Fossilien zu prüfen ; es bedarf daher bei ähnlichenEreignissen solcher weitläuftigen Untersuchungen nicht mehr, undblofsdann, wenn die Umstände abweichend und die gefunde-nen Substanzen von ganz verschiedener Beschaffenheit sind,ist es rathsam, eine genaue Prüfung vorzunehmen, um mitGewifsheit beurtheilen zu können, was für Stoffe überhauptauf diese Weise zur Erde kommen. Dieses geschah bei der-jenigen sehr alkalischen Masse, welche nach erhaltenen Nach-richten am 6. Aug. 1820 bei Ovelgönne im Oldenburgischenvom Himmel gefallen und einen Heuhaufen entzündet habensollte. Da diese Substanz von allen früheren bedeutend ab-wich, so war es von grofser Wichtigkeit, durch Verwendungbei dem Regierungs - Präsidenten v. Beug eine legale Untersu-chung des ganzen Ereignisses zu erwirken, aus welcher sichdann ergab, dafs der Blitz den Heuhaufen entzündet und dasentstandene Feuer aus der grofsen Menge Heu eine beträcht-liche sehr alkalische, poröse und lockere Masse zusammenge-schmolzen hatte, wie sie auch sonst wohl in verbrannten Heu-oder Strohmagazinen gefunden werden 1 .
2) Es ereignet sich aufserordentlich häufig, dafs meteo-rische Massen aus F’euerkugeln vom Himmel fallen. Chladnihat alle ihm bis zum Erscheinen seines Werkes bekannt ge-wordene Fälle gesammelt und sonach ein sehr vollständiges Ver-zeichnifs aufgestellt. Dieses ist von ihm seitdem theils ergänzt,theils fortgesetzt 2 worden und nach seinem Tode ist Letzteresdurch v. Hoff 3 geschehn. Die hierin zusammengestelltenNachrichten sind weit genauer und reichhaltiger, als die insonstigen Verzeichnissen enthaltenen, die deswegen keine nä-here Erwähnung verdienen. Zu den interessanten, von
1 G. LXVI. S28. LXXiH. 379.
2 lu G. LXVlIt. 329. LXXI. 359. LXXV. 229. PuggendurirAnn. II. 151. VI. 21 u. 161. VIII. 45. Scliweiggei’« Joitru. XXXVI.1. XL1V. 475.
3 l’oggcudorif Aun. XV1I1. 174 u. 315. XXIV. 222. XXXIV.359.