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Sechster Band. Dritte Abhteilung. Me - My.
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Meteorstein.

neuern und vorher die Reste der Saure und das entstandeneOxyd mit einem Pinsel und Wasser fortschaffen mufs, dievertieften Stellen ganz durchgefressen werden, so dafs dannnur noch die Streifen oder vielmehr deren Ginfassungsleistenunter sich Zusammenhängen. Auch nach einer solchen tiefe-ren Aetzung, wie sie zum Behuf des Abdruckens erfordertwird, zeichnen sieh die ungleich erhabenen Theile auch durchVerschiedenheit der Färbung aus. Eine kleine Flatte von derAgramer Eisenmasse wurde gleichfalls durch v. Widmast-städten geatzt und zwar nicht unmittelbar als Stereotyp ab-gedruckt, aber doch in einer getreuen Zeichnung dargestellt,jfjg.Man sieht, dafs im Ganzen das Gefüge dem vorigen ähnlich277.ist, indem sich die erhabenen Streifen von den Vertiefungenunterscheiden und die Einfassungsleisten der ersteren theilsnahe parallel, theils in verschiedenen Winkeln sich schnei-dend erscheinen; einiger Unterschied ist jedoch allerdingswahrnehmbar, den das Auge besser erkennt, als er sich be-schreiben läfst. Ebenso wie in der Form zeigt sich auch nachv. Schreibers in der Farbe bei beiden Exemplaren einigeVerschiedenheit und ebendieses ist der Fall bei einem gleich-falls geätzten Plättchen des Eisens von Lenarto und des ausMexico , wovon im angezeigten Werke gleichfalls Zeichnun-gen mitgetheilt sind. Der Haupttypus ist bei allen , minde-stens bei den bisher geätzten Proben derselben gleich und dieAbweichungen sind mehr oder minder auffallend, so dafs un-ter andern die von Lenarto und Elbogen sich mehr gleichenund wiederum die von Agram und Mexico .

9) Hie Bestandteile der Meteorsteine sind im Ganzenbei allen ziemlich dieselben, zeigen jedoch bedeutende so-wohl quantitative als auch qualitative Unterschiede. Eisen undKieselerde sind am reichlichsten darin enthalten, aufserdemaber verschiedene andere Substanzen, namentlich Talkerde,Nickel, Chrom, Schwefel, Kalk, Thon, Mangan, selten et-was Natron oder Kali, Kohlenstoff, Wasser, Salzsäure undvielleicht noch andere Substanzen in so geringer Menge, dafsdie Chemie sie bis jetzt nicht aufzufinden vermochte. Ausleicht begreiflichen Ursachen haben viele Chemiker diese merk-würdigen Erzeugnisse untersucht, z. B. Thenard 1 die von

1 Mäm. da Plast. T. VII. p. 224.