Meteorstein.
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1) Es ist bereits oben (§. 1.) erwähnt worden, dafs J. A.i>k Lee und dessen Bruder die Thatsache des Herabfallens solcherSteinmassen vom Himmel als der Natur zuwider für unmög-lich erklärten und die sibirische Eisenmasse sowohl, als auchandere auf die Erde gefallene Mineralkörper für Auswürflingevon Vulcanen ansahn 1 . Olbers 2 hielt anfangs gleichfalls diebei Siena herabgefallenen Steine für Auswürflinge des Vesuvs,welcher 18 Stunden vor der Zeit des Niederfallens derselbenden von Hamii,tos beschriebenen furchtbaren Ausbruch zeigte,und sonach schien ihm die Wurfkraft des Berges grofs ge-nug, um diese Steine 60 Stunden weit, bis Siena hin, zuschleudern. Eine genauere Berechnung des Luftwiderstandeszeigt jedoch , dafs eine solche Entfernung nicht einmal durcheiserne oder bleierne Kugeln, geschweige denn durch die spe-ciliscli leichteren Meteorsteine zu erreichen ist, zudem sindMeteorsteine in solchen Entfernungen von Vulcanen wirklichniedergefallen, dafs jeder Zusammenhang zwischen beiden alsganz unmöglich erscheint. Es bedurfte indefs für Olbers die-ser Argumente nicht, vielmehr gab er selbst die Hypothesesofort wieder auf, als Howard’» Analysen und Beschreibun-gen datrgethan hatten, dafs die Meteorsteine keine Erzeugnisseteilurischer Vnloane seyn könnten, und seitdem darf man dieseErklärungsart als beseitigt betrachten.
2) Sehr viele Vertheidiger hat die Hypothese gefunden,dafs die Meteorsteine, gleich dem Hagel, aus mineralischenDämpfen gebildet würden. Das Vorhandenseyn solcher Sub-stanzen in der Atmosphäre glaubte man kaum nachweisen zumüssen, da das Aufsteigen derselben aus Hohöfen und Hüt-tenwerken sattsam bekannt sey, eine Vereinigung derselben zu'bedeutenden Massen aber ebensogut möglich seyn müsse, alsdie des Wasserdampfes zu centnerschvveren Hagelklumpen.Manche nahmen dabei ihre Zuilucht zur Klektricität, was je-dodh keine Beachtung verdient, so lange die eigenthiimlicheWirkungsart dieser Potenz bei dieser speciellen Bildung nichtnählr bezeichnet wird. J. T. Mater 3 äufserte diese Hypothese
1 Abrdgdde priocipes et de faita coucem. la flotmologie. Brunaw.1803. p. 97.
2 Mon. Corr. Th.VI. S. 148. Vergl. Lichtenberg verm. Schriften.Th, VII. S. 352.
3 Lehrbuch der phys. Aatrouomie. S. 334