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Meteorstein.
messer der Feuerkugeln auf 0,25 geogr. Meilen, so sind siebis 800 Meilen Höh* bei einem scheinbaren Durchmesser von1 Minute noch sichtbar, und da nach v. Schreibers sichjährlich über der ganzen Erde etwa 2500 Meteorsteinfälle er-eignen, so müfste der Weltraum im eigentlichsten Sinne vonihnen erfüllt seyn , wobei'es unbegreiflich bleibt, dafs ihrernicht mehr gesehn werden. Da man die Rotation der Erde,die nur ihrer Bewegung im Raume beträgt und unter hö-
heren Breiten verschwindend ist, vernachlässigen kann, somüssen aus Rücksichten auf die Bewegung der Erde im Welt-räume von den Feuerkugeln am Morgen verhältnifsmäfsig vieleauf die Erde herabfallen, von denen am Abend dagegen ver-hältnifsmärsig viele sich wieder von der Erde entfernen, dieden Mittagsstunden angehörenden müssen eine östliche unddie mitternächtlichen eine westliche Richtung haben, welchesalles den Erfahrungen nicht angemessen ist.
Die hier mitgetheilten Betrachtungen enthalten ohne Zwei-fel das Wichtigste , was sich mit Grunde gegen die Hypotheseeines kosmischen und für die eines tellurischen Ursprungs derMeteorsteine sagen läfst. Nur solche gründliche Untersuchun-genverdienen nähere Beachtung, die man nicht wohl blofs ober-flächlichen Behauptungen, z. B. von v. Scherer 1 , zuwendenkann, wonach die Meteorsteine losgerissene Stücke der Mond-berge seyn sollen, die durch die Wirkung eines elektrischenActes in den Zustand gekommen sind, in welchem wir sie fin-den. Ausführlicher und gründlicher, jedoch ungenügend rück-sichtlich der in Anspruch genommenen wirksamen Potenz istdie Hypothese von Butler 2 , nach dessen Ansicht diese Ge-bilde aus den Dämpfen in der oberen Luftregio» vermittelstder Einwirkung des Magnetismus erzeugt werden sollen.
15) Nach einer dritten Hypothese, welche gleichfalls vieleAnhänger gefunden hat und neuerdings durch einen der be-rühmtesten Gelehrten vertheidigt worden ist, sollen die Meteor-steine aus Mondvulcanen herstammen, weswegen man sie auchMondsteine genannt hat. Olbers 3 war der erste, der diese
1 Oken’s Isis. 1833. Hft. IV. bis VI. S. 481.
2 Froriep Notizen. 1830. N. 575. Ans Trans, of the Asiatic So«.Auch in Monthly Maguz. New Ser. T. VIII. p. 111.
3 Mon. Corr. Th. VII. S. 149. Im Auszüge in G. XiV. 38.