Meteorstein.
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dafs die vier nrnen Planeten wohl Bruchstücke eines früherbestandenen gröfsern seyn möchten. Hiernach könnten alsoauch die Meteorsteine Bruchstücke eines zersprengten Plane-ten seyn ; jedoch giebt er der obigen Hypothese deswegen denVorzug, weil sie sonst zersprengten Felsstücken mehr glei-chen müfsten, wofür auch Sömmkhhing 1 entschieden habe 1 2 .
24) Die wesentliche Grundlage der Theorie vom kosmi-schen Ursprünge der Meteormassen, nämlich die Anwesenheitvon Urmaterie im Welträume, dürfte wohl am wenigsten Wi-derspruch finden, wie auch v. Hoff 3 meint, welcher sichdabei auf die Autorität des hierin höchst competenten Hbh-schel 4 bezieht und meint, dafs die begleitenden Erschei-nungen, das Leuchten, die Explosion, die ungeheure Aus-dehnung der feurigen Masse im Vergleiche mit dem geringen
1 Schweigger’s N. Jonrn. Th. XIX. S. 473.
2 Im Gebiete der Hypothesen kann man sich frei bewegen, undes scheint leicht anmafsend, den bestehenden andere entgegenzuse-»zen. Inzwischen gestehe ich, dafs mir, aus dem physikalischen Sland-puncte betrachtet, die Idee von einer Zerstückelung eines vorhande-nen Planeten in vier Theile nie recht einleuchteu wollte; denn eslassen sich zwar leicht Kräfte bis zu unglaublicher Stärke gesteigertvorstellen, allein dafs eine zu einer solchen Zerstückelung eine*Planeten erforderliche in diesem lange Zeit ruhen und dann plötzlichthätig werden sollte, ist schwer vorstellbar. Zudem würde man deugröfseren Planeten, von dem sich vermuthlich mehrere llruchstückeim Welträume verloren haben müfsten, vorher gesehn haben oder dieTheile desselben wären nicht so lange unbemerkt geblieben und dannao bald nach einander sämmtlich entdeckt. Weit natürlicher unJ derBildung der Meteorsteine angemessener scheint mir, dafs auch diesevier Planeten aus Urmasse entstanden sind, was mit ihrer verschiede-nen physischen Beschaffenheit und den kometenartigeu hohen Atmosphä-ren der Ceres und Pallas vollkommen übereinstimmt. Ohnehin hatdie Hypothese einen nicht geringen Grad von Wahrscheinlichkeit,dafs der Kern unserer Erde der Hauptsache nach ans solchen nochnicht oxydirten Bestandtheilen bestehe, als wir sie in den Meteorsteinenhuden (namentlich kommt der Olivin in den Laven, den Basalten undden Meteormassen vor), und so zeigten uns also die neuen Planetenmit noch nicht veränderter Kruste ein Bild unseres Plaueten in sarnemfrühesten Zustande, welcher in seinem Innern noch die Glühhitze be-wahrt, die wir an jenen Gebilden wahrnehmen, ehe die Erde aie ih-nen entzieht.
3 Poggendorff Ann. XXXVI. 178.
4 G. LXXV. 250.