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Sechster Band. Dritte Abhteilung. Me - My.
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Meteorstein.

herabgefallenen Producte, das krystallinische Gefüge des letz-tem, die begleitenden Wölkchen und Lichtstreifen u. s. w.,weit mehr auf die Bildung eines neuen Körpers, als auf dasHerabfallen eines schon gebildeten deuten , wenn man plötz-liche Entwickelung von Wärme und Licht in Folge chemi-scher Compositionen und Decompositionen als bekannt vor-aussetzt. Hiernach wären also die Hitze und das hierdurcherzeugte Leuchten eine Folge des Chemismus, was allerdingsnicht als unmöglich verworfen werden kann (da auch andereVerbindungen, als des Schwefels mit Platin und mit Eisenvon einer Licht- und Wärme-Entbindung, einer Explosion,begleitet zu seyn pflegen), jedoch nicht wahrscheinlich ist, daes unbegreiflich seyn würde, warum diese Explosion nichtschon früher erfolgt sey. Nach Chladni 1 ist die Erhitzungeine Folge der Luftcompression, die ungeachtet der höchstdünnen Atmosphäre wegen der unermefslichen Geschwindig-keit der Meteormassen statt finden könne und wobei auch dieElektricität von einigem Einflufs seyn möge. Dafs die Rei-bung nicht als Ursache der Wärme - Entbindung gelten könne,da heftig geschwungene Kugeln und selbst abgeschossene nichterhitzt würden, hat Parrot 2 genügend gezeigt, welcher siedaher von der Einwirkung des Wasserdunstes auf die Schwe-felmetalle ableitet. Chladni , im Umgänge so liebenswürdig,war für die Hypothese, dafs die Hitze eine Folge der Luft-compression sey, wofür er obendrein die Autorität des gro-fsen Laflace anführte, so eingenommen, dafs er mich imJahre 1818 bat, ihn mit Einwürfen dagegen zu verschonen.Bei der hohen Wahrheitsliebe des trefflichen Gelehrten nahmich jedoch keinen Anstand, meine Zweifel gegen diese Hy-pothese, die auch bei andern, z. B. Gilbert 3 , Beifall fand,zu veröffentlichen 4 , die in größter Stärke zusammengefafstdarauf zurückkommen, dafs bei der grofsen ■ Höhe, worinFeuerkugeln leuchtend gesehn wurden, eine Entbindung vonWärme bis zur Glühhitze in Regionen durch Compression der

1 Ueber Feuernieteore. S. 34.

2 Handbuch d. llieor. Physik. Tb. 111. S. 188. Vergl. Vimx inC. XIX. 244.

3 Dessen Ann. XVIII. 293.

4 Sohweigger’s lourn. Th. XXV. S. 18.