2154 Mikrometer.
Gasarten abwöge, allein für genaue Bestimmungen sind dieVolumina zu klein.
M.
Mikrometer.
So heilst jedes Instrument, mit welchem man Gegenstände vonsehr kleinen Dimensionen messen kann. Da man aber sehr ge-ringe Dimensionen oder auch den Rand gröfserer Gegenständenicht mehr mit unbewaffneten Augen scharf genug sehn kann, sosind alle bessere Mikrometer entweder mit Fernröhren, wenndie Gegenstände weit entfernt sind, oder mit Mikroskopen,wenn sie sehr nahe stehn, versehn.
Den beiden letztgenannten Instrumenten verdanken wirvorzüglich die grofsen Fortschritte, welche die Beobachtungs-kunst in den neueren Zeiten gemacht hat. Unsere Vorgängervermochten nichts anderes zu messen , als was sie mit unbe-waffneten Augen sehn konnten, und dieses ist sehr wenig ge-gen das, was uns das Fernrohr und das Mikroskop zeigt. Manhat schon öfter die Entdeckung dieser beiden Instrumente —vielleicht die glänzendste unter allen, die je der menschlicheGeist gemacht hat, da sie ihm zwei Welten diefs- und jen-seit des ihm angewiesenen kleinen Raumes geöffnet hat — manhat diese Entdeckung schon öfter als einen Beweis der Ohn-macht desselben Geistes angeführt, da er sie nicht seinemScharfsinne, sondern blofs dem blinden Zufalle verdankt, wiedenn, nach einer der vielen Erzählungen, die man uns dar-über gegeben hat, die planlosen Spiele der Kinder eines Bril-lenmachers zuerst auf diese den Menschen so lange verbor-genen Geheimnisse geführt haben sollen. Auch dürfte es,welche hohe Idee von der geistigen Kraft des Menschen manauch hegen mag, wohl für immer unmöglich seyn, blofs aufdem Wege der theoretischen Speculation Entdeckungen sol-cher Art zu machen. Si quis tanta industria exslitisset, sagtHutghkns in seiner Dioptrik, ut ex naturae et geometriaeprincipiis Telescopium eruere potuisset, eutn ego supra mor-talium sorteni ingenio valuise dicendum crederem . Sed hociam longe abest, ut hujus fortuilo reperti arlificii rationemnon adhuc satis explicare potuerint viri doctissimi.