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Mik rometer.
concentrisch ist und an dem man den Winkel, um welchendas Mikrometer gedreht worden ist, ablesen kann.
Sobald daher die beiden Sterne im Felde des Fernrohrserscheinen, dreht man das Mikrometer um seinen MittelpunctO so lange, bis der feste Faden BD durch beide Sterne Ound S geht oder bis er in die Lage bd kommt, und liest andem eingetheilten Kreise den Drehungswinkel BOb ab. Zu-gleich bringt man aber auch, mittelst der Schraube bei B, denbeweglichen Faden ac auf den zweiten Stern S, wodurch manseine senkrechte Entfernung Sn von dem festen Faden ACerhält. Man kennt demnach jetzt durch das Mikrometer denWinkel BOS = qp, welchen die Distanz OS der beiden Sternemit dem Declinationskreise OB des gröfsern Sterns O bildet,und zugleich die Distanz Sn der Tarallelkreise AC und acder beiden Sterne. Um dann noch die Distanz OS=J derSterne zu finden, hat man in dem bei n rechtwinkligen Drei-ecke O S n
._ Sn _ Sn
Cos. B O S Cos. g>
Ist z. B. Sn = 5 Secunden und <p = 50° gefunden worden, sohat man A =7,78 Secunden, dafs aber die relative Lage derbeiden Sterne, und sonst sucht man nichts, durch die zweiGröfsen q> und A ebenso vollständig bestimmt werde, wie durchdie Differenz ihrer Bectascension und Declination oder ihrerLänge und Breite, ist für sich klar.
VI. Objectiv-Mikrometer. Dieses von Picard zuerstgebrauchte und später von Doulond und Fraunhofer sehrvervollkommnete Instrument zeichnet sich vor allen übrigenvorzüglich dadurch aus, dafs das Objectiv des Fernrohrs auszwei Theilen, z. B. aus einer in der Richtung ihres Durch-messers entzwei geschnittenen Doppellinse besteht, von wel-cher jeder isolirte Theil für sich ein Bild des durch das Fern-rohr betrachteten Sterns giebt. Da von diesem Mikrometer schonoben 1 gesprochen worden ist, so halten wir uns hier nichtweiter dabei auf.
VII. Differential-Sextant, In dem ersten Theile derMemoiren der astron. Gesellschaft zu London beschrieb Ben-
1 S. Art. Heliometer . Bd. V. 8. 228.