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Sechster Band. Dritte Abhteilung. Me - My.
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Bei Mikroskopen.

ebene mit den Objecten gebracht. Das linke Auge betrachtetden Gegenstand durch das Mikroskop, während das unbe-waffnete rechte auf die getheilte Fläche sieht. Auf diese Weisekann man das vergröfserte Bild mit den Zollen und Liniender Fläche vergleichen oder, wenn sich die vielen Liniennicht mehr bequem abzählen lassen, mit dem Zirkel messenund so die Zahl der Linien, die es einnimmt, bestimmen.Dann nimmt er, wie oben JtiHiif, eine feine Drahtsaite zuHülfe. Indem er eine solche um eine Nadel wand, fand er,dafs 81 Gewinde auf einen Zoll gehn, so dafs daher der

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Durchmesser des Drahtes oder

öl

nahe 0,124 Linien betrug.

Indem er dann ein Stück dieses Drahtes unter das Mikroskopbrachte, fand er, dafs die Breite desselben auf der getheiltenFläche 23 Linien einnahm. Daraus folgt die Vergröfserung23

des Mikroskops ■ ■ = 185. Betrachtet man demnächst, bei

0,124

unveränderter Stellung des Mikroskops, einen andern Gegen-stand, z. B. ein Menschenhaar, und findet man, dafs dessenBreite auf der getheilten Fläche 5,75 Lin. einnimmt, so er-hält man daraus den wahren Durchmesser des Haars gleich

5,75

- =0,031 Linien. Dabei mufs bemerkt werden, dafs diese1ÖJ

Vergröfserung für jede Stellung des Mikroskops und für jedesAuge besonders bestimmt werden mufs 1 .

Zum Schlüsse dieses Gegenstandes wird es angemessenseyn, noch einiges über die Beleuchtung des Innern des Fern-rohrs hinzuzufügen, die für alle Mikrometer bei nächtlichenBeobachtungen unentbehrlich ist, blofs das Kreismikrometerausgenommen. Gewöhnlich gebraucht man dazu eine ebeneScheibe, die in ihrer Mitte eine kreisrunde oder elliptischeOeffnung nahe von der Gröfse des Objectivs hat. Diese Scheibewird vor das Objectiv auf das Fernrohr aufgesteckt und dannauf der dem Objectiv zugewendeten Seite durch eine Lampebeleuchtet, deren Licht von der Scheibe in das Innere desFernrohrs reflectirt wird und daher die Fäden des Mikrome-

1 Leipziger Magazin zur Naturgeschichte. 1786. St. 1. Beobach-tungen und Entdeckungen aus d. Naturkunde. Von d. Berl. Ges. na-turf. Freunde. Th. II. St. 1. N. 13.