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Mikroskop.
der grofse Roger Rico (der im J. 1294 starb) kam auf denEinfall, diese Ivugelstücke auch von dem Blatte zu entfernenund zuzusehn, welche Wirkung sie dann äufsern würden.Und so blieb die herrlichste Erfindung, durch die sich viel-leicht der Mensch am meisten bereichert hat, bis in den An-fang des 17. Jahrhunderts verborgen, um dann einem Zufalle,dem blinden Spiele zweier Knaben eines Glaskünstlers, ihreEntstehung zu verdanken *.
Das Teleskop wurde bekanntlich gleich nach seiner Er-findung zu wissenschaftlichen Zwecken angewendet und Ga-lilei lehrte uns schon in den ersten Jahren nach jener Epo-che einen ganz neuen Himmel kennen. Das Mikroskop aberwurde erst später zu eigentlich scientifischen Absichten ge-braucht. Einer der ersten, der dasselbe zu solchen Zweckenzu verwenden suchte, war Stelluti, welcher im J. 1685seine mikroskopischen Untersuchungen über einige Theile desKörpers der Bienen herausgegeben hat. Allein diese Beobach-tungen, wie die meisten andern dieser Art bis zur Mitte des18. Jahrhunderts, wurden nur mit dem sogenannten einfachenMikroskope d. h. mit einzelnen Glaslinsen gemacht, denn dasaus mebrern solchen Linsen erbaute oder das sogenannte zu-sammengesetzte Mikroskop war, obschon es bereits um dasJ. 1650 in allgemeinem Gebrauch kam, lange hin noch zu un-vollkommen, um wissenschaftliche Zwecke wesentlich zu för-dern. Die ersten grofsen Bereicherer unserer Kenntnisse derGegenstände in der mikroskopischen Welt, Leeowesiioek,Swammerdam , Ltonet und Ellis , bedienten sich bei ih-ren Untersuchungen beinahe durchaus nur jener einfachen Mi-kroskope, d. h. einfacher, stark convexer Glaslinsen und selbstkleiner Glaskugeln. Wegen dieser starkes Convexität warauch die Vergröfserung dieser Linsen sehr stark, aber dafürwar auch das Gesichtsfeld derselben so klein und die Be-leuchtung der dadurch beobachteten Gegenstände so schwach,dafs es wohl grofse Uebung und unermüdliche Ausdauer er-fordert haben mochte, mit einem so unvollkommenen Werk-zeuge eine so grofse Reihe wichtiger Entdeckungen zu sam-meln , wie wir den genannten Männern in der That verdanken.
1 lieber die Erfindung dieser zwei Instrumente s. Sanm’i Op-tics $ Priestiet’s History of Light; Joms Appendix to an Essay ete.