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Sechster Band. Dritte Abhteilung. Me - My.
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Mikroskop.

Die ersten zusammengesetzten Mikroskope von bedeuten-dem Werthe wurden von Hooke , Div'ini und Bonsaxi ver-fertigt. Das Mikroskop, dessen sich IIooke bediente 1 , hatte3 Zoll Durchmesser und 7 Z. Länge und bestand aus 3 Glas-linsen , die in 4 Zugröhren gefafst waren. Die des Eusta-cmo Divircr hatten vier planconvexe Linsen und die Ocular-linse hatte einen Durchmesser von mehr als drei Zoll. Ganzausgezogen hatte das Rohr 16 Zoll Länge und die Vergröße-rung der Gegenstände konnte mit dem schwächsten Ocularebis 41 im Durchmesser getrieben werden 2 , mit dem stärkstenOculare aber bis 143, so dafs also bei dieser Einrichtung dieObjective nicht geändert wurden, um andere Vergröfserungenzu erhalten. Philipp Boxnani gab seinen Bericht über dievon ihm verfertigten Mikroskope im J. 1698, die aus dreiLinsen bestanden. Die Einrichtung, welche diese drei Künst-ler diesem Instrumente gegeben haben, ist im Allgemeinenbis auf unsere Zeiten beibehalten worden, mit dem Unter-schiede, dafs man die Vergröfserung in dem Wechsel der Ob-jective angebracht hat. Nach ihnen suchte man, von New-tox aufgeregt, der an der Verfertigung dioptrischer Fernröhreohne Farben verzweifelte und sich daher zu den Spiegelte-leskopen wendete, dasselbe Princip der Metallspiegel auch aufdie Mikroskope anzuwenden. Dadurch wurde ein Stillstandin der Vervollkommnung der Mikroskope herbeigefiihrt, derbeinahe ein halbes Jahrhundert währte. Robeht Parkerwollte besonders solche reflectirende Mikroskope erzwingen,aber man fand sie unbequem und an Lichtmangel leidend, da-her sie nicht in Aufnahme kamen. Nicht besser ging es mitden reflectirenden Mikroskopen, die Smith verfertigte, die eraber, wie er selbst gesteht 3 , nie vollendete.

1 Micrographia. Lond. 1656.

2 Also in der Oberfläche auf 1681. Mau pflegt noch immer beiMikroskopen die Vergröfserung in Beziehung auf die Oberfläche derGegenatande zu nehmen, während inan sie doch bei den Teleskopennur in Beziehung auf den Durchmesser derselben nimmt. Wir wolleudie letzte Art sich uuszudriicken für beide Instrumente beibehalten,der Gleichförmigkeit wegen und um unnöthige profse Zahlen zu ver-meiden. Demnach wird ein Mikroskop, das lOOOmal vergröfsert, nachder früher üblichen Bezeichnung die Vergröfserung von 1000000 odervon einer Million haben.

3 Dessen Optic p. 94.

VI. Bd.

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