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Mikroskop.
Gattungen von Mikroskopen über und betrachten unter ihnenzuerst das einfache Mikroskop , welches, wie bereits gesagt»nur aus einer einzigen Linse oder auch aus einer kleinernKugel von Glas oder einer andern durchsichtigen Materie besteht.
Um diese und die folgenden Betrachtungen mit der nö-thigen Kürze und Präcision darzustellen, wollen wir einigeanalytische Bezeichnungen voraussenden, die ihre Erklärungin Litthow’s Dioptrik (Wien 1830) und zum Theil auchschon im Artikel Linsenglas finden.
Es seyen also a und a die beiden Vereinignngsweiten ei-ner biconvexen Linse oder es sey a die Entfernung desleuchtenden Punctes und « die Entfernung des Bildes die-ses Punctes von dem Mittelpuncte der Linse, deren Dickewir hier als sehr klein gegen jene Entfernungen anneh-men. Ferner seyen f und g die Halbmesser der beiden Ku-gelflächen, welche die Linse an beiden Seilen begrenzen, pdie Brennweite der Linse und n gleich dem Verhältnisse desSinus des Einfallswinkels zu dem Sinus des gebrochnen Win-kels, so dafs man nach den ersten Elementen der Optik 1 dieGleichungen hat
und für a = oo, wo a = p wird,
Wie die Gröfsen und Zeichen dieser Formeln sich ändern,wenn eine oder beide Flächen der Linse concav sind u. s. f,wird in dem angeführten Artikel gezeigt.
Sey nun ferner x der Halbmesser der OefTnung der Linseund x' der Halbmesser des Strahlencylinders in der Nähe desAuges, m die Vergröfserungszahl und q> der Winkel, unterwelchem die beiden äufsersten Strahlen des leuchtenden Ob-jects im Mittelpuncte der Linse sich schneiden. Nennt mandenjenigen Lichtstrahl, der von dem höchsten oder tiefstenTuncte des leuchtenden Objects durch die Mitte der erstenLinse geht und daher von dieser keine Brechung erleidet, denHauptstrahl und trifft dieser Flauptstrahl die zweite, dritteu. s. w. Linse in einem Puncte, dessen Entfernung von der Axe
1 S. Art. Linsenglas. Bd. VI. S. 381 fg.