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Sechster Band. Dritte Abhteilung. Me - My.
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M efsap parate.

v. Jacqüin 1 auf eine Weise untersucht, die alle früliere hin-ter sich zuriickläfst, daher wir aucli hier das Vorzüglichste ausder erwähnten Abhandlung mittheilen.

Mit Uebergehung mehrerer frühem Methoden, die abso-lute Größe der durch ein Mikroskop gesehenen Gegenständemehr zu schätzen, als wahrhaft zu messen, kann man dreiverschiedene Arten , mit mehr oder weniger Sicherheit zu die-sem Ziele zu gelangen, anführen: I. das Glasmikrometer, II,das Doppelbildmikrometer und III. das Schraubenmikrometer.Wir wollen jede derselben in der Kürze naher betrachten.

I. Das Glasmikromeier besteht in einer Glastafel,[auf welcherfeineStriche eingeritzt oder eingeätzt sind. Gewöhnlich sind esgerade parallele Linien, die sehr nahe bei einander stehn. Oftwerden auch dieselben von andern darauf senkrechten geradenLinien durchschnitten, wodurch die sogenannten Netze ent-stehn. Diese letzten haben den Nachtheih, dafs die Linien anihren Durchschnittspuncten gewöhnlich ausspringen, datier dieersten , die ohnehin schon zu beinahe allen wissenschaftlichenZwecken genügen, vorzuziehn sind. Fraunhofer und PlöSSlverfertigten solche Mikrometer, deren äufserst feine Linien nurum 0,01 Millimeter oder um den 2000sten Theil eines Zollesvon einander abstehn. Sie werden , mit der Gravirung nachoben gerichtet, auf den Objecttisch gelegt, dann sucht manzuerst mit einer der schwächern Vergröfserungen ihre zweck-mäfsige Lage und Beleuchtung durch Drehung des Mikrome-ters und des Illuminationsspiegels, und nun erst geht man,bei unverrückter Lage des Instruments zu den stärkeren Ver-gröfserungen über.

Eine der einfachsten Anwendungen dieser Mikrometer be-steht in der Messung des Durchmessers des Sehfeldes bei ver-schiedenen Vergröfserungen des Mikroskops. Ist das Intervallzwischen zwei nächsten Theilstrichen des Mikrometers z. B.

einer Par. Linie und sieht man, dafs 250 solcher Inter-valle auf den Durchmesser des Sehfeldes gehn, so beträgt die-ser Durchmesser 2,5 oder 2^ Linien. Dieser Durchmesser istbei unsern neuern Mikroskopen, selbst bei den schwächstenVergrößerungen derselben, selten über 6 Linien.

1 Wiener Zeitachrift. Th. V. S. 149.