Natrium.
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es sich im Steinsalze, in einigen Natronsalzen, die im Meerwas-ser und mehreren Mineralquellen Vorkommen, und in mehrerenzur Familie des Zeoliths und des Feldspaths gehörenden Steinen.
Man stellt das Natrium nach denselben Weisen dar, wiedas Kalium 1 , mit dem es überhaupt in allen physischen undchemischen Verhältnissen die gröfste Aehnlichkeit zeigt. Es istzinnweifs von 0,972 spec. Gew., bei — 20° ziemlich hart, bei0° sehr dehnbar, bei 50° weich und bei 90° flüssig. Nahe beimSchmelzpuncte des Glases verwandelt es sich, in einen farblo-sen Dampf.
Es bildet mit dem Sauerstoffgas das Natrium - Suboxyd, dasNatron und das Natrium - Hyperoxyd.
Das Suboxyd und das Hyperoxyd des Natriums verhaltensich denen des Kaliums ganz ähnlich.
Das Natron, Natriumoxyd, mineralische Alkali (23,3Natrium auf 8 Sauerstoff) entsteht aus dem Natrium ganz unterähnlichen Verhältnissen, wie das Kaliumoxyd aus demKalium;doch bedarf das Natrium, um andern Körpern den Sauerstoff zuentziehen, meistens einer höhern Temperatur, und es entzündetsich in Berührung mit Wasser und Luft nur dann, wenn wenigWasser einwirkt, da eine gröl'sere Menge desselben durch Wär-meentziehung die Entflammung hindert. Das wasserfreie Na-tron wird wie das wasserfreie Kali erhalten und, zeist die-selben Eigenschaften, nur dafs seine Aetzkraft etwas schwä-cher ist.
Mit dem Wasser geht das Natron dieselben dre." Verbin-dungen ein, w T ie das Kali, nämlich zu Hydrat, krystallisirtemNatron und wässerigem Natron , welches ebenfalls Aetzlaugegenannt wird. Sie werden auf dieselbe Weise bereitet, wie dieentsprechenden Kaliverbindungen, und zeigen dieselben Eigen-schaften.
Die Natronsalze unterscheiden sich von den ihnen so naheverwandten Kalisalzen dadurch, dafs sie beim Anschiefsen auseiner wässerigen Lösung gröfstentheils Krystallwasser in sichaufnehmen und damit mehr oder weniger verwitternde Kry-stalle bilden und dafs ihre wässerige Auflösung weder durchschwefelsaure Alaunerde, noch durch schwefelsaures Platinoxyd,noch durch Weinsäure gefället.wird. Die wichtigsten Natron-
1 S. dieses Wörterb. Bd, V. S. 837.