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Siebenter Band. N - R.
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Feuchter.

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andern Zeiten aber, eben wie die sonstigen dichten Nebel, indie Höhe gehoben und als Wolken fortgeführt werden. DieVerdichtung der Nebel über Flüssen leitete H. Davy und vor-züglich Hakvey aus der Strahlung ab, indem sie annahmen,dafs die obein Dunstbläschen Wärme ausstrahlen , dadurch er-kalten, nebst der kälteren Luft herabsinken und somit eine Ver-dichtung derNebelmasse bewirken. Haiivey findet einen Beweisfür diese Hypothese in der Beobachtung, dafs sich die Wärm«einmal in der Mitte der Nebehnasse geringer zeigte, als an derGrenze. Kämtz 1 bemerkt jedoch mit Recht, dafs zur Begrün-dung einer solchen Hypothese weit mehr anhaltende und genaueBeobachtungen erforderlich seyn würden, um so mehr als dievon ihm selbst gemachten darthun , dafs die Temperatur in denNebelschichten stets geringen Schwankungen unterworfen ist,wie dieses aus dem eigenthümlichen Processe der Nebelbildungund Zerstreuung schon von selbst folgt.

Soll nämlich ein Nebel entstehen, so mufs vor allen Din-gen die Luft mit Wasserdampf gesättigt seyn, weswegen auchdichtere Dampfmassen über- Siedehäusern-, warmen Quellen,selbst über dem Stromboli, feuchtes Wetter und bevorstehendenliegen verkündigen 2 3 . Zugleich mufs aber Wasserdampf vonmehr erwärmtem Wasser oder feuchtem Erdboden aufsteigen,oder derselbe mufs durch wärmere Luftströmungen den kälterenRegionen zugeführt werden. Indem nämlich die Dichtigkeitdes Wasserdampfes durch Temperaturerhöhung stark zunimmt,so wird ein Theil desselben in Dunst-verwandelt, sobald wär-mere , mit Dampf gesättigte Lnftmassen durch Beimischungkälterer eine Verminderung ihrer Temperatur erleiden, selbstin dem Falle , wenn die kälteren nicht mit Wasserdampf ge-sättigt sind, jedoch um so stärker, je mehr dieses der Falt ist.Hieraus hauptsächlich werden die sogenannten Polarnebel oderdie dicken Nebel erklärlich, welche in den Polargegenden 1 ,namentlich an den Küsten, z. B. der Hudsons - und Baffins—Cay, dem Lancaster - Sund , der Barrow-Strafse, dem CapHorn u. s. w. herrschen. Wenn also die Wasserdämpfe- inkältere Luftschichten vermöge ihres geringeren specifischen

1 Meteorologie Bd. I. S. 36&.

2 De Lee Recheroh. sar les modif. de l’Atm. T. HI. $. 609 ff.

3 Hassteen in Edinb. Phil. Jouru. IS. XXIV. p; 235.