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Siebenter Band. N - R.
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Nebel.

Gewichtes aufsteigen, so werden sie diese zuerst sättigen, dannaber, in Dunst verwandelt, als Nebel zum Vorschein kommen.Hierbei sind zahllose Modificationen möglich, welche sich je-doch insgesammt in der Erfahrung nachweisen lassen. Steigennämlich die wärmeren, wasserdampfhaltigen Lufttheilchen indie Höhe und kommen sie hierbei zuerst in trockne, wenngleich kältere Luftschichten , so werden diese gesättigt, bis siezu einer Höhe gelangen, wo die Temperatur zu niedrig undder schon vorhandene Grad der Sättigung zu grofs ist; dort be-ginnt dann die Nebelbildung, die tiefer liegenden Schichtenwerden allmälig gesättigt, mit Dunst erfüllt und die Nebelbil-dung geschieht scheinbar von oben herabwärts. Dafs der um-gekehrte Frocefs gleichfalls statt finden könne, ist ohne nähereErläuterung für sich klar. In der Regel sind die obern Luft-schichten kälter; allein es ist häufig sowohl unter höheren Brei-ten , namentlich im Eismeere, als auch unter niederen, haupt-sächlich zur Herbstzeit, der Fall, dafs die oberen durch dieEinwirkung der Sonnenstrahlen, oder weil sie aus wärmerenund trockneren Gegenden herzuströmten, wärmer sind; aufser-dem aber können sie leicht so trocken seyn, dafs sie die in sieaufsteigenden Dampftheilchen aullösen und undurchsichtig blei-ben. ln allen diesen verschiedenen Fällen ereignet es sichnicht selten, dafs die Nebelschichten, wie die über Flüssen oderfeuchten Wiesen, bei grofser Dichtigkeit keine bedeutendeHöhe haben, so dafs sie blofs die Thäler füllen, während dieSpitzen der höheren, selbst nur der 1000 oder 600 Fufs hohenBerge den heitersten Himmel zeigen, ja Scoresb * 1 berichtetsogar, dafs ihre Höhe in den Polarmeeren oft nicht über dieSpitze der Masten hinausragt, wobei er einstmals in 100 F.Höhe 35°, auf dem Verdeck 33°,75 dicht über dem Meeres-spiegel und auf der Oberfläche des Wassers 34° F’. als gleich-zeitig bestehende Temperaturen beobachtete. Hiernach kann derUnterschied der sogenannten fallenden und steigenden Nebelsehr leicht erklärt werden. Ist nämlich der Nebel einmal gebil-det, gleichviel bis zu welcher Höhe er reichen mag, werdendie oberen Luftschichten allmälig trocken, es sey durch Iler-heiströmung oder Herabsinkung oder durch Erwärmung ver-

1 Eilinb. Phil. Jonrn. N. XI. p. 118. Vergl, Tagebuch einerReise auf den Waflfischfang u. s. w. Ueb. von Kries S. 201.