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Nord] iclit.
Nordlichte zu Kopenhagen am 26. Sept. 1827 mittheilt, wirdblofs weifses Licht nebst den verschiedenen Färbungen von Rotherwähnt. Hausmaus* bemerkte bei dem grofsen Nordlichte inNorwegen unter 62° 30’ N. B. nur bläulich-weifses Licht.Keilhau* sah in Finmarken bei vielen Nordlichtern den Bo-gen meistens gelblich, wenn er höher kam, war unten Grün,oben Purpurfarbe , bei starker Bewegung aber lagen beide Far-ben und auch Gelb regellos durch einander. Nach v. Wrah-gel 1 2 3 endlich zeigte das Nordlicht niemals prismatische Farben,doch behaupteten die dortigen Einwohner früher bei stärkerenNordlichtern solche gesehen zu haben. Das Nordlicht am 7. Jan.1831 ist an so vielen Orten gesehen und von so manchen genauenBeobachtern beschrieben worden, dafs sich aus der Gesammt-menge der Beschreibungen sicher schon eine vollständige Aus-kunft über alle dabei sich zeigenden Farben entnehmen läfst. Al-les zusammengenommen wird aber aufser dem weifsen Lichteam allgemeinsten und fast ohne alle Ausnahme das rothe in sei-nen verschiedenen Modificationen , als feuerroth , dunkelrothbis zur Purpurfarbe, erwähnt, weniger häufig Gelb, obgleichdas eigentlich weifse Licht sehr leicht hierin übergeht, das Blauaber, dessen nur zweimal gedacht wird , nämlich aus Graeso-wetz im Gouvernement Wologda , wo die Streifen erst dunkel-blau und dann hellgelb wurden, und aus Elberfeld , wo Egeuröthlich, bläulich und weifslich gefärbte Strahlen sah, scheintmir durch die Schwächung des weifsen Lichtes oder den phy-siologischen Gegensatz, welchen das gelbliche Licht hervorruft,erzeugt zu worden seyn 4 . Eben dieses glaube ich auch in Bezie-hung auf das grüne Licht annehmen zu dürfen , welches nuran zwei Orten, nämlich zu Paris und zuGosport, gesehen wurde 5 ,so dafs also die oben übet die Farbenerzeugung gegebene Er-klärung völlig auszureichen scheint,o o
Die Erhellung, welche die Nordlichter im Allgemeinenerzeugen, ist so viel stärker, je höher dieselben heraufkommen,und mag daher in denjenigen Gegenden immerhin bedeutend
1 Reise in Scandinarien. Th. V. 5. 259.
2 (i. XC. 619.
3 Physik. Bemerk. S. 58.
4 Poggendorir Ann. XXII. 436 u. 459.
5 Ebend. S. 466 u. 469.