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Siebenter Band. N - R.
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Perpetuum mobile.

sich stets bewegt, ohne sofort die Frage zu berücksichtigen,was für eine Ursache diese stete Bewegung hervorbringt. Aufdem Mangel einer Bestimmung hierüber beruhen manche Ab-weichungen in den Ansichten der Gelehrten über diese vielbe-sprochene Aufgabe und es schein .nir daher nöthig, sogleichim Anfänge die Begriffe hierüber g< .iurig festzusetzen.

Wenn man unter einem Perpetuum mobile im strengstenSinne des Wortes ein Etwas versteht, was sich unausgesetzt,also in alle Ewigkeit hin bewegt, so gehört diese Untersuchunggar nicht in die Physik , denn diese ist mit den Erscheinungender Natur und ihren Gesetzen beschäftigt, die sie aus der Er-fahrung entnimmt, kann aber dabei die Frage nicht beantworten,ob die Natur selbst ewig dauern wird, weil die Erfahrung hier-über nichts zu bestimmen vermag, vielmehr liegt schon im Be-griffe einer ewigen Dauer die Bestimmung der Unendlichkeit,welche der auf endliche Grenzen beschränkten Untersuchungder Natur fremd bleiben mufs. Soll daher die vielbesprocheneAufgabe in das Gebiet der mathematischen Naturlehre gehören, somufs der Begriff selbst vorher erst hiernach abgeändert und ge-nauer bestimmt werden. Von einigen Gelehrten ist dieses bereitsgeschehn, indem sie nicht sowohl die Zeitdauer der Bewegung,als vielmehr die bewegende Ursache berücksichtigten und da-bei die Frage in Untersuchung nahmen, ob diese eine stets wir-kende sey, oder eine allmälig, wenn auch noch so wenig, ab-nehmende, weil im ersteren Falle zugleich die stete Fortdauer,im letzteren das einstige Aufhören von selbst gegeben ist, ohnejedoch die Behauptung einer absolut ewigen Fortdauer positivauszusprechen. Auf gleiche Weise wird in der MathematikVon unendlichen Reihen geredet und deren wirkliche Existenzals gegeben angenommen , weil bei ihnen durchaus kein Grunddes Aufhörens vorhanden ist. Die metaphysische Betrachtungüber die absolute Möglichkeit einer absolut ewigen Fortdauermufs daher ganz beiSeite gesetzt werden, und auf gleiche Weiseist es daher zweckwidrig zu untersuchen, ob das Materiale ei-nes Perpetuum mobile bei der Vergänglichkeit aller irdischenDinge nicht endlich der Zerstörung unterliegen müsse, denn dieHärte und Dauerhaftigkeit der Körper läfst sich stets vermehren,die Reibung und Abnutzung dagegen stets vermindern, ohnedafs man eine Grenze anzugeben genöthigt ist, über welchebeides hinauszugehn nicht vermag.