Band 
Siebenter Band. N - R.
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Perspective.

den leuchtenden Puncten, deren Lage gegeben seyn mufs, zuallen Puncten im Umfange des scliattenwerfenden Körpers zieheund sie bis zu den Flächen verlängere, auf denen der Schlag-schatten sich zeigt. Ist es ein näher stehendes Licht von ge-ringer Gröfse, so kommt die merkliche Divergenz der Licht-strahlen in Betrachtung, wogegen für die Sonnenstrahlen diellichtung aller Strahlen parallel ist. Für gröfsere Lichter oderfiir das durch ein Fenster einfallende Licht des hellen Himmelsfinden wieder andere Regeln statt. Ich will nur von dem Falle,wo ein einzelnes Licht in naher Stellung in Betrachtung kommt,einige nähere Bestimmungen angeben.

Befindet sich das Licht hinter der Tafel, so läfst sich derPunct der Grund-Ebene, über welchem es steht, in dem Bildeangeben und auch die verticale Höhe des Lichtes richtig ein-tragen. Wird nun auch der denSchatten werfende dunkle Punctauf gleiche Art eingetragen, so liegt der Punct, wohin auf derhorizontalen Grund-Ebene der Schatten fällt, in der geradenLinie, welche durch die zwei Puncte gezogen ist, die senkrechtunter dem leuchtenden Puncte und dem schattenwerfendenTuncte liegen ; und da er auch in der durch den leuchtendenPunct selbst und durch den schattenwerfenden Punct selbstgezogenen geraden Linie liegt, so ist der Ort, wohin jedes ein-zelnen Punctes Schatten fällt, bestimmt. Steht also zum Bei-spiel ein pyramidalischer Körper auf der Grund-Ebene, so er-giebt sich sein Schatten. Wenn in dem Raume, den er auf derGrund-Ebene verdunkeln sollte, ein anderer Körper den Schat-ten auffängt, so ist es fiir eine verticale, den Schatten auffan-gende Ebene, wieder leicht, den Schatten zu zeichnen, da mandie Projection des beschatteten Punctes auf die Grund-Ebeneund die Höhe, die der Schatten über dieser Projection hat,durch eben die vorhin angegebenen Linien bestimmt. Ist dieEbene schief, von welcher der Schatten aufgefangen wird, somufs man die Einschnittslinie der Vertical-Ebene, die durchden leuchtenden und den schattenwerfenden Punct gelegt ist,mit der schiefen Ebene bestimmen und dann auf dieser Durch-schnittslinie den beschatteten Punct vermittelst der geraden Liniedurch jene beiden Puncte angeben.

Etwas schwieriger sind die Regeln fiir die Bestimmung desSchattens, wenn das Licht sich vor der Tafel befindet. Esliege der Tafel naher, als der Standpunct des Auges, so läfst sich