Band 
Siebenter Band. N - R.
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Phasen.

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und nach dem Monde gezogenen Linien als parallel ansehnkann. Es ist also der Mond genau halb erleuchtet, wenn er90 Grade von der Sonne absteht, und zwar sagen wir, er seyim ersten Viertel , wenn der Mond 90° Östlich von der Sonnesteht und uns seine westliche Hälfte erleuchtet zeigt. Da ersich um diese Zeit und überhaupt vom Neumonde bis zum Voll-monde immer weiter von der Sonne entfernt, also der WinkelSTL gröfser wird, so haben wir dann zunehmenden Mond,eine fortwährende Vergröfserung des erleuchteten Theils ( lunacrescens ; lune croissante; thecrescent ), und diese Zunahme dauertbis zum Vollmonde fort. Befindet sich der Mond in c, derSonne gerade gegenüber, so sehn wir seine ganze uns zuge-kehrte Oberfläche erhellt und er zeigt sich als Vollmond. Nachdem Vollmonde nimmt der scheinbare Abstand des Mondes vonder Sonne wieder ab und eben so nimmt die Breite seines er-leuchteten Theiles ab, weshalb er dann abnehmender Mond(luna decrescens ) heifst; bei seiner Stellung in d erscheint erwieder 90° von der Sonne und nun westlich von derselben,wobei dann sein östlicher Theil der erleuchtete ist. Endlichkehrt er zu der Stellung, wo er nahe bei der Sonne erscheint,zurück und es ist wieder Neumond. Diese ganze Periode um-fafst die Reihe aller Mondwechsel und heifst eine Lunation ;sie stimmt mit einem synodischen Monate überein und ist etwaslänger als ein Umlauf des Mondes um die Erde, weil wegendes scheinbaren Fortrückens der Sonne der Neumond nichtzum zweiten Male eintritt, wenn der Mond wieder in a an-kommt oder einen siderischen Umlauf vollendet hat, sondernwenn er so viel weiter fortgerückt ist, dafs er die unterdefsscheinbar fortgerückte Sonne wieder erreicht.

Bei jeder Phase des Mondes ist die Lichtgrenze oder dieLinie, welche den uns sichtbaren erleuchteten Theil von demunerleuchteten trennt, ein auf der Oberfläche des Mondes gezo-gener «röfster Kreis, dessen Ebene auf der durch die Mittel-puncte der beiden Himmelskörper und das Auge des Beobach-ters gelegten Ebene senkrecht steht. Dieser gröfste Kreis er-scheint uns aber als eine Ellipse, deren grofse Axe der zwi-schen den Hürnern (oder äufsersten Spitzen des erleuchteten oderdunkeln Theiles) gezogene Durchmesser ist und deren halbekleine Axe durch den gröfsten Abstand zwischen der Lichtgrenzeund der durch die Hürnerspitzen gezogenen geraden Linie be-