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Siebenter Band. N - R.
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Phaseu.

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diesen Phasen eigene Namen, z. B. phasis lunae corniculataecrescentis am 3ten Tage, phasis lunae falcatae crescentis amEnde des dritten Tages, phasis lunae lunatae crescentis am5ten Tage nach dem Neumonde u. s. \v.

Eben so spricht man nun auch von Phasen oder Lichtge-stalten, welche die Sonne uns bei Sonnenfinsternissen, derMond bei Mondfinsternissen darstellt. Bei Mondfinsternissenist die wahre Grenze des Schattens kein Kreis, sondern eineLinie, die als aus dem Durchschnitte des Schattenkegels mit derKusel - Oberfläche des Mondes entstehend bestimmt wer-den mufs.

Auch an den untern Planeten und am Mars beobachten wireine Ungleichheit der Phasen. Was zuerst die Phasen der un-tern Planeten, des Mercurius und der Venus , betrifft, so zeigensie sich auf folgende Weise. Wenn die Venus als Abendsternnach Sonnen-Untergang sichtbar zu werden anfängt, so ist siebeinahe ganz erleuchtet und zeigt sich durch Fernröhre als einehelle runde Scheibe. Sie ist nämlich dann weiter als die Sonnevon uns entfernt und wir sehn daher ihre ganze von der Sonneerleuchtete Seite. Sie entfernt sich hierauf ostwärts von derSonne und bleibt am Abendhimmel länger sichtbar; ihre Licht-phase ist dann abnehmend, und wenn sie am weitesten von derSonne entfernt ist, erscheint sie uns halb erleuchtet, wie derMond im ersten Viertel. Zu dieser Zeit nämlich steht die ErdeT in der Richtung der Tangente der Venusbahn und wir sehndaher von der Venus V die Hälfte der erleuchteten und dieHälfte der dunkeln Seite. Während hierauf die Venus sichscheinbar wieder der Sonne nähert und kürzere Zeit nachSonnen - Untergang sichtbar bleibt, rückt sie nach W zu undvon dem erhellten Tlieile wird uns stets weniger sichtbar, siegleicht jmmer mehr dem Monde kurz nach dem Neumonde, undwenn sie im W zur untern Conjunction mit der Sonne kommt,kehrt sie uns ganz ihre dunkle Seite zu. Nach diesem Zeit-puncte wird sie Morgenstern und steht westlich von der Sonne,sie zeigt nun ein zunehmendes Licht, eine immer breiter wer-dende Lichtphase, und gleicht, da sie an der Ostseite erleuchtetist, dem abnehmenden Mond kurz vor dem Neumonde; sie isthalb erleuchtet, dem letzten Viertel gleich, wenn sie in X dieStellun-i erreicht, wo sie am meisten sich von der Sonne ent-fernt, und kehrt dann alhnälig zum vollen Lichte zurück, wäh-