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P li o s p h o r.
Leuchtstein , durch einstündiges Glühen eines aus eisenfreiemSchwerspathpulver und Traganthschleim bereiteten und in platteKuchen geformten Teiges in einem Windofen zwischen kleinenKohlen zu erhalten ; 3) Arsenikleuchtstein , nach Osann durchGlühen ähnlicher Kuchen, die aus arseniksaurem Baryt undTra-’ganthschleim gebildet sind, darzustellen; 4) HombergischerPhosphor, durch starkes Erhitzen von allem Wasser befreitenChlorcalciums j 5) Balduin’scher Phosphor, durch Erhitzen ent-wässerten salpetersauren Kalks; 6) Chlorophan, ein bei Nert-schinsk vorkommender, vorzüglich lebhaft leuchtender Flufs-spath; und die meisten Diamanten. G.
Phosphor.
Urinphosphor, Harnphosphor, Kun-kePsclier, Brandt’scher Phosphor; Phos-phorits; Pliosphore; Phosphorits.
Ein nicht metallischer, unzerIegter*Stoff, von Brandt 1669zufällig im Harne entdeckt. Er wird jetzt vorzüglich aus derBeinasche dargestellt, welche dem gröfsten Theile nach aus phos-phorsaurem Kalke besteht, indem man die aus derselben abge-schiedene Phosphorsäure, mit Kohle gemengt, in irdenen Retor-ten einer starken Glühhitze aussetzt.
Der Phosphor ist blafsgelb , durchsichtig, fettglänzend, vondem specifischem Gewichte 1,70 bis 1,77, in der Kälte spröde, beigewöhnlicher Temperatur von Wachsconsistenz, und krystalli-sirt aus einigen seiner Auflösungen in Oktaedern und Rhomboi-daldodekaedern. Er schmilzt bei 45° bis 46° C. zu einer ölähn-lichen Flüssigkeit und siedet bei 290° C. Er zeigt einen knob-lauchartigen Geruch, scharfen, widerlichen Geschmack und sehrgiftige Wirkungen.
Noch nicht genügend erklärt ist die Veränderung, welche derPhosphor im Lichte erleidet, welches ihn in eine braunrothe,pulverige, erst über 100° schmelzende und viel weniger leichtentzündliche Materie, in die rothe Phosphorsubstanz, verwan-delt. Die frühere Annahme, dafs diese Materie ein Oxyd desPiiosphors sey, w 7 ird dadurch unwahrscheinlich, dafs sie sichauch im luftleeren Raume, in Wasserstoflgas und andern Gasenbildet, die keinen Sauerstoff enthalten, kurz unter Umständen,