Phosphor.
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den, in späteren Schriften aber, worin die gesammte Lehre vonder Bewegung durch das Wort Mechanik bezeichnet wird , fin-det man dasselbe seltner, und es bezeichnet dann die Bewegungan sich ohne Rücksicht auf die bewegenden Kräfte. Ueberein-stimmend hiermit unterscheidet Kant 1 die Phoronomie, „welchedie Bewegung als ein reines Quantum , nach seiner Zusammen-setzung, ohne alle Qualität des Beweglichen, betrachtet,“ vonder Dynamik. Später wird dieser Ausdruck noch zuweilen oderauch häufig von den Naturphilosophen gebraucht, findet sichaber in eigentlichen physikalischen und mathematischen Wer-ken selten oder nie. M.
P h o s p li o r.
Lichtträger; Phosphorits; Phosphore; Phos-phorits.
Unter Phosphor verstand man sonst im weitern Sinne ei-nen jeden Körper, der die Eigenschaft hat, im Dunkeln zuleuchten , zu welchen dann auch d^ 1 sogenannte Harnphosphorgezählt wurde, bis man später den Namen Phosphor fast aus-schließlich für diesen beibehielt.
Die Phosphoren im weitern Sinne leuchten theils in Folgeeines Verbrennungsprocesses, wie der Harnphosphor, theilsohne irgend eine chemische Aenderung 2 . Zu diesen gehörenvorzüglich die Phosphoren durch Bestrahlung oder Insolationoder die Lichtsauger, Lichtmagnete. Die wichtigsten Licht-magnete sind: 1) Canton’s Phosphor, welchen man nach Can-Tojt durch heftiges einstündiges Glühen eines Gemenges von 3Theilen calcinirten und gepulverten Austerschalen und einemTheile Schwefel in einem Tiegel erhält, nach Gkotthuss, in-dem man für sich geblühte Austerschalen unverkleinert in einemTiegel so mit Schwefelblumen schichtet, dafs ihre innere Flächenach unten zu liegen kommt und wenigstens eine Stunde langim Windofen glüht. Wendet man bei dieser Weise von Ghott-huss statt der Schwefelblume das Pulver von Schwefelantimonoder rothern Schwefelarsenik an, so erhält man Osann’s sinti-monleuchlstein und Realgar - Leuchtstein. 2) Bononischer
1 Metaphys. Anfangsgrunde der Naturwissenschaft. Vorr. p. XX.
2 Vergl. Art. Licht Bd. VI. S. 236.