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P h o t o m e t e r.
verbreiten, als 12000 Wachskerzen 1 . Wollaston’s und Bou-güer’s Versuche geben das Sonnenlicht noch stärker an, indem5500 Kerzenflammen in 1 Fuls Entfernung dem Sonnenlichtegleich erleuchten sollen, eine Bestimmung, die aus der Gleich-heit der Schatten hergeleitet ist 2 . Böckmans rühmt die grofseEmpfindlichkeit dieses Leslie’schen Photometers, konnte aberbei mehrern Instrumenten keine vollkommeneUebereinstimmungerhalten 3 .
Ritchie hat dieses Photometer wesentlich vervollkommnet.Er drückt den Grundsatz, auf dem es beruht, so aus, dafsgleiche Volumina Luft durch gleiche Lichtmengen, die durchdie Absorption an schwarzen Flächen Wärme hervorbringen^gleich stark ausgedehnt werden. Statt der Kugeln auf dem Dif-ferentialthermometer Lesue’s bringt er zwei niedrige, aberweite Cylinder von Zinnblech an (von wenigstens 2 Zoll Durch-messer und 0,25 Zoll Höhe, aber lieber von 10 bis 12 ZollDurchmesserund etwa 1 Zoll Höhe), die an der hintern Seitedurch eine kreisförmige zinnerne Bodenplatte geschlossen sind,an der vordem Seite aber durch ein sehr dünnes und gleichför-miges, vollkommen durchsichtiges Glas das Licht einlassen. Inder Mitte des Cylinders ist eine Kreisscheibe von geschwärztemPapiere den Lichtstrahlen , die durch das Glas einfallen , ausge-setzt. Diebeiden Cylinder sind so an einander befestigt, dafsdie Glasflächen nach entgegengesetzten Richtungen gekehrt sind,und stehn, während sie sonst überall vollkommen luftdicht sind,mit einer gekrümmten Glasröhre so wie die Kugeln des Les-lie’schen Differentialthermometers in Verbindung. Die Röhre,deren beide an die Cylinder sich anschliefsende Enden erwei-tert sind 4 , enthalten etwas gefärbte Schwefelsäure, und es istoffenbar, dafs diese von der Seite mehr weggetrieben wird, wodie Erwärmung der Luft in den Cylindern die Expansivkraftder Luft verstärkt. Um zu prüfen, ob beide Cylinder in Hin-
1 Leslie’s kurze Nachricht von Vers, und Iustr., die sich aufdas Verhalten der Luft zur Wärme beziehn. Uebers. von Brandes.Leipz. 1823. S. 66.
2 Poggend. XVI. 330.
3 G. X. 369.
4 Dieses nur deswegen, damit die vielleicht einmal sehr nachdem einen Ende getriebene Flüssigkeit nicht sogleich in den Zinn-cylinder eintrete.