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Siebenter Band. N - R.
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Physik.

Bestimmung dessen, was durch diese Ausdrücke bezeichnetwerden soll, darf daher blofs die Bedeutung des Wortes Naturnäher angegeben werden. Dieser letztere Ausdruck bezeichnetaber den Inbegriff der gesammten Aufsenwelt, und zwar nichtblo^ä das sinnlich Wahrnehmbare, das Materielle, Körperliche,sondern auch diejenigen Ursachen der mannigfaltigen Verände-rungen, die man Kräfte zu nennen pflegt, und diesem Ganzensteht dann das Geistige oder die Geisterwelt entgegen.

Auf den ersten Blick scheint es nicht schwierig, diese bei-den Gebiete der Wissenschaften als wesentlich von einanderverschieden zu trennen, allein die Geschichte hat gezeigt, dafsdieses nicht allezeit geschah und daher so leicht nicht seynkann. In den früheren Zeiten fafste man nämlich den ganzenInbegriff alles Wissens unter dem gemeinschaftlichen NamenPhilosophie zusammen, wobei jedoch die Physik von der Meta-physik durch die aristotelische Schule getrennt wurde.' Erst seitCaktesius gewöhnte man sich, das geistige Leben vom Kör-perlichen und Materiellen streng zu sondern, bis in den neue-sten Zeiten Schelung und die Anhänger der Naturphilosophie(nach der später von einigen philosophischen Schulen in Deutsch-land festgesetzten Bedeutung dieses Wortes) alle Gegenständedes menschlichen Wissens wieder zu vereinigen suchten 1 . Esist jedoch in mehrfacher Hinsicht von gröfster Wichtigkeit, die 'Naturlehre durchaus auf die Grenzen einer Erfahrungswissen-schaft zu beschränken, alles davon auszuschliefsen, was aufserdenselben liegt, insbesondere aber die Naturforschung nicht bisin das Gebiet des Glaubens, namentlich des religiösen, auszu-dehnen. Das Wesen des Naturstudiums, zugleich aber die zahl-reichen Anwendungen, welche man von den erhaltenen Resul-taten zu machen veranlafst wird, bringen es mit sich, dafs hier-bei eine durchaus freie Forschung stattflnden mufs; nichts darffür ausgemacht gelten, was eines strengen Beweises ermangelt,insbesondere in allen denjenigen Theilen, die eine mathemati-sche Behandlung erfordern; es mufs ferner erlaubt seyn, jedennoch so lange bestandenen Satz anzugreifen, sobald ein solcherAngriff durch gehörige Gründe unterstützt werden kann, dennnur auf diesem Wege ist es möglich, zur ausgemachten Wahr-heit zu gelangen. Bei Gegenständen des Glaubens dagegen, ins-

1 J. F. Fries Lehrbuch der Naturlehre. Jena 1826. S. 3.