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Siebenter Band. N - R.
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P hy si k.

Schreibtische rechnen, als mit kunstreich zusammengesetztenund in der Behandlung schwierigen Apparaten experimentirenkann. Unleugbar hat die Chemie in den neuesten Zeiten so un-glaubliche Erweiterungen erhalten , weil sie mit wenigen Appa-raten und auf einen kleinen Raum beschränkt so viele Experi-mente gestattet, da der Fhysiker hingegen zuvor einen groi'senAufwand von Mühe und meistens von nicht geringen Kostenzu machen gezwungen ist, bis er die erforderlichen Apparateersonnen und construirt hat, deren er zu seinen Versuchen be-darf und die noch obendrein oft zu nichts anderem, als demzunächst vorliegenden einseitigen Zwecke, zu verwenden sind.Dafs die Mathematik dann nicht blofs von unglaublichem Nutzen,sondern zugleich auch ganz unentbehrlich sey, wenn die Er-fahrungen bereits in genügender Anzahl und von der erforder-lichen Gewifsheit vorhanden sind, unterliegt keinem Zweifel,im entgegengesetzten Falle aber kann sie durch ihre, dann nurscheinbar wichtige, wirklich vorhandene oder nur scheinbareabsolute Evidenz sogar nachtheilig wirken. Dafs Cautksiusund Newtos durch die Anwendung der Mathematik die Wis-senschaft so ausnehmend förderten, läfst sich leicht begreifen,wenn man berücksichtigt, dafs sie es zunächst mit den Ge-setzen der Bewegung zu thun hatten, wozu es der Erfahrungennur wenige bedarf, der Letztere aber legte seinen optischenTheorieen eine Reihe der mühsamsten, genauesten, bis jetztnoch nicht übertrofl’enen Versuche zum Grunde, auch dürfenwir dreist annehmen, dafs der Heros unter den Neuern, derunsterbliche La Place, in der Physik so viel nicht würde ge-leistet haben , wenn er nicht durch Layoisier in der Kunst desExperimentirens geübt und mit der grofsen Wichtigkeit derVersuche vertraut gemacht worden wäre. Begnügt man sichdaher mit wenigen nnd nicht einmal hinlänglich begründetenErfahrungen, so wird auch der gelehrteste Calcül von keinemNutzen seyn; sind jene dagegen im strengsten Sinne genügend,so kann selbst durch den einfachsten oft ausnehmend viel ge-wonnen werden. Beweise hierfür lassen sich in genügenderMenge und von hinlänglichem Gewichte leicht beibringen. Un-ter andern werden die mathematischen Untersuchungen vonHüyghens und Malus über die doppelte Brechung des Lichtesihren bedeutenden Werth nie verlieren, des grofsen Gewinnesnicht zu gedenken, welchen die Wissenschaft dem Calcül bei