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Physik.
Kaum dürfte es nöthig scheinen, zum Beschlufs dieserausführlichen Betrachtung noch folgendes hinzuzulügen. Sinddie zur Begründung eines mehr oder minder allgemeinen Natur-gesetzes erforderlichen, hinlänglich zahlreichen und sichern Er-fahrungen vi*j;handen, so kann man das Gesetz selbst zwar inWorten ausdrücken, leichter, mit mehr Bestimmtheit und un-gleich kürzer ist es aber, wenn man mit Hülfe der Geometrieeinen analytischen Ausdruck dafür sucht, oder diejenige Liniezur Bezeichnung wählt, welche gleichsam ein Bild jener Formelist. Zur Erläuterung dieses Satzes möge unter zahllosen andernnur das einfache Gesetz des freien Falles der Körper dienen.Dieses heifst in wörtlicher Bezeichnung: die durchlaufenenRäume verhalten sich wie die Quadrate der Zeiten multiplicirtmit einer beständigen Gröfse. Ungleich kürzer und bestimmtersagt der Geometer S = t 2 g, wenn S den Raum, t die Zeit undg die Fallhöhe in einem Zeittheile bezeichnen, und weist dannzugleich nach, dafs dieser analytische Ausdruck durch die apol-lonische Parabel sinnlich dargestellt wird. Hierbei darf jedochnicht unberücksichtigt bleiben, dafs bei der Anstellung vonBeobachtungen und Versuchen sowohl Messungen als auchGröfsen - und Verhältnifs - Bestimmungen ganz unentbehrlichsind, man also die Mathematik bei diesen eben so wenig, alsbei der Aufstellung der allgemeinen Gesetze entbehren kann.Auf welche Weise übrigens Experimente anzustellen sind, umden Forderungen zu genügen, die man gegenwärtig nach demZustande der Wissenschaft zu machen berechtigt ist, dieses läfstsich am besten aus wirklichen Beispielen entnehmen und kön-nen in dieser Hinsicht die Versuche von Lavoisier und LaPlace zur Bestimmung der Ausdehnung verschiedener Körperdurch Wärme, von Dülong und Petit zur Auffindung derVolumensänderung des Quecksilbers bei verschiedenen Tempe-peraturen, von Coulomb über das Verhalten der Drehwaage,von Kater über die absolute Gröfse der englischen Mafse undGewichte, von Bessel zur Ausmittelung der Länge des einfa-chen Secundenpendels, von Fraunhofer über die Inflexiondes Lichtes und mehrere andere als vorzügliche Muster dienen.
Zur Anstellung hauptsächlich der Versuche, aber auchder Beobachtungen, bedarf man eine Menge zum Theil sehrzusammengesetzter und kostbarer Werkzeuge, die man mit demgemeinschaftlichen Namen der Apparate bezeichnet, meistens 'VII. Bd. K k