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Siebenter Band. N - R.
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Physik.

meistens ganz unmöglich ist, erfordern die Beobachtungen inder Regel Correctionen constanter oder wechselnder Fehler, diesich in einigen Fällen ziemlich genau bestimmen, in andern je-doch nur nach Wahrscheinlichkeit schätzen lassen. Eine ohneAutopsie kaum mögliche, wo nicht vollständige, doch minde-stens das Wichtigste umfassende Kenntnifs der bereits erfunde-nen und vielfach verbesserten Apparate gehört zu den nichteben leichten Obliegenheiten des Physikers und wird keines-wegs sehr allgemein angetroffen, weswegen auch so oft die be-reits vorhandenen und von den meisten vergessenen oder ih-nen unbekannt gebliebenen abermals als neu erfunden zum Vor-schein kommen. Zur Anstellung neuer Versuche müssen oftneue Apparate ersonnen oder die vorhandenen abgeändert wer-den , welche Aufgabe einen nicht leichten Theil der Kunst zuexperimentiren ausmacht.

Das Verhältnifs der Physik zur Chemie ist oft in Untersu-chung gezogen worden, hauptsächlich in Beziehung auf dieFrage, welche von beiden beim Studium vorangeht oder folgt.Im Allgemeinen ist vorläufig wohl mit Sicherheit anzunehmen,dafs beide Zweige sehr nahe mit einander verwandt sind , niegänzlich getrennt werden können, dagegen stets vereint bleibenund mit wechselseitiger Unterstützung durch einander bearbeitetwerden müssen. Ungleich schwieriger dagegen ist es zu be-stimmen , welche von beiden beim Studium vorangehn odernachfolgen soll. Ohne Widerrede ist es für den Physiker beiseinen Forschungen unentbehrlich zu wissen, was in der Che-mie über die eigentliche Beschaffenheit der Körper und derTheile, woraus diese zusammengesetzt sind, nebst den hierbeivorkommenden Veränderungen und überhaupt den in dieser Be-ziehung sich zeigenden Erscheinungen bereits aufgefunden wor-den ist, und in dieser Hinsicht könnte man allerdings schlie-fsen , dafs diese Wissenschaft den Anfang bilden müsse. Ebenso unleugbar ist es dagegen zugleich, dafs die vom Chemikerbei seinen zahlreichen Operationen anzuwendenden Mittel insge-sammt aus den Naturkräften entlehnt sind, deren zur Physikgehörige Untersuchung daher schon vorher beendigt seyn müfste.Wie weit man auch diese Betrachtungen fortsetzt, so wird mandoch schwerlich je ein aus dem Wesen beider Wissenschaf-ten entnommenes entscheidendes Argument finden, welches dereinen oder der andern das unbestreitbare Recht sicherte, beim

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