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Physik.
bei näherer Prüfung gänzlich verschwindet. Der Naturforscheruntersucht nämlich die Materie bis auf ihre verschwindend klei-nen Theile und prüft deren Veränderungen und wechselseitigenModiiicationen bis in ihre verborgensten Verzweigungen, erverfährt hierbei überall mit Anwendung von Mals und Gewicht,darf dabei nichts als wahr annehmen, was nicht in der Erfah-rung sattsam begründet ist, darf überall nicht meinen oder zuunbekannten Potenzen und Kräften seine Zuflucht nehmen, kurzer darf nur dasjenige glauben und für ausgemacht halten, waser selbst erfahren oder von glaubhaften Gewährsmännern als dasResultat ihrer Erfahrungen erhalten hat, und namentlich mufsder Physiker zwar kein blinder, aber allerdings ein vorsichtigerSkeptiker seyn , wenn er nicht Gefahr laufen will, auf Irrwegennutzlos herumgeführt zu werden, weil die Geschichte lehrt,dafs kaum etwas erdacht werden kann, was nicht als Resultatglaubhaft versicherter Erfahrungen bereits bekannt gemacht wor-den ist. Mufs man gleich alles dieses zugestehn , so darf dochauf der andern Seite nicht unerwogen bleiben , dafs der Natur-forscher seine Wissenschaft nur denjenigen Forderungen gemäfsbehandelt, welche dieselbe unbedingt an ihn macht, ohne dafser selbst in diese oder dafs diese in sein ganzes Wesen über-geht, also ohne sich dadurch der Freiheit und des Rechts zubegeben, in allen andern Dingen auf eine ganz abweichendeWeise zu verfahren. Abgesehn hiervon, was an sich klar ist,läfst sich noch aufserdem ohne Mühe darthun, dafs ein den ge-rechten Forderungen genügendes Studium der Natur vielmehrvon dem bezeichneten Materialismus und dem Unglauben in
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Gegenständen des moralischen und religiösen Glaubens zurück-hält, und die deswegen besorgten Britten hatten wahrlich nichtüberlegt, dafs ja Christus 1 selbst und seine Apostel 2 auf dieBetrachtung der Naturwunder als das geeignetste Mittel ver-weisen , um über die wesentlichsten Puncte einer geläutertenReligion zur festbegründeten Ueberzeugung zu gelangen 3 . Aber
1 Evang. Matth . Cap. VI. v. 26 ff.
2 Pauli epist. ad Rom. 'Cap. I. v. 19.
S Dem Physiker als solchem gebührt es nicht, die für ihn be-zeichneten Grenzen zn überschreiten und aus der GröTse des Welt-alls nebst der darin herrschenden Ordnung den Beweis für einenhöchsten Schöpfer und Regirer des Ganzen herzunehmen; wohl aberkann der Theolog und Philosoph zu diesem Zwecke dasjenige be-