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Siebenter Band. N - R.
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Physik.

Einsicht entgegenstellen, ihn bald zu der Ueberzeugung führt,dafs sein endlicher Verstand die ins Unendliche hinausrückendeAufgabe zu lösen niemals im Stande seyn werde. Auf der ei-nen Seite erzeugt dieses Bescheidenheit in der Würdigung dereicnen Kräfte, auf der andern aber führt eben die innere Evi-denz des wirklich Erkannten zu der festen Ueberzeugung, dafses noch Höheres, Unerkennbares geben müsse, und beides si-chert gleichmärsig gegen das anmafsende und wahrhaft frivoleStreben , über alles urtheilen , alles entscheiden zu wollen , waseuch der Erfahrung nach bei dem ächten Naturforscher nie ge-funden wurde. Mag dieser auch noch so sehr Anhänger derCorpusculartheorie seyn und diesemnach die selbstständige Exi-stenz von Kräften im Bereiche der todten Natur bezweifeln , niewird es ihm dennoch in den Sinn kommen , alle Erscheinungenaus dem blofsen Conflicte der verschiedenartigen Materie ohnedie Mitwirkung von Kräften erklären zu wollen, und wenn ersich schon im Gebiete der organischen Natur gezwungen fühlt,eine stets thatige Lebenskraft anzunehmen, deren Wesen undeigentliche Beschaffenheit er zu ergründen sich so lange ver-gebens bemüht hat, um so mehr wäre es die höchste Inconse-cpienz und ein eigentlicher Widerspruch gegen die einmal ge-wählte und mit dem glücklichsten Erfolge stets beibehalteneMethode der Forschung, wenn er dieses dunkle Gebiet über-springen , über das Uebersinnliche urtheilen, das Geistige imMenschen zu erkennen vorgeben oder gar auf den Conflict desMateriellen zurückführen, endlich selbst über höhere Gei-ster und über den Urheber aller Dinge sich ein entscheiden-des Urtheil anmafsen wollte. Wie bereits oben bemerkt wor-den ist, da, wo die Kenntnifs der Natur aufhört, beginnt derGlaube, und letzterer wird um so ächter, ernster und gewisser,je begründeter die Ueberzeugung ist, dafs die Naturforschungbis dahin nicht gelange und beide daher stets getrennt bleibenmüssen.

Aufser dem hier genügend nachgewiesenen objectivenNutzen gewährt die Naturforschung noch einen subjectiven, wel-cher gleichfalls gewürdigt zu werden verdient. Nicht blofs dieKenntnisse, die sie uns verschafft, sind nützlich, sondern dasStudium selbst und die Mittel, uns jene zu verschaffen , wirkenvortheilhaft auf die Ausbildung unserer geistigen und Verstan-desanlagen. Schwerlich bedarf es weitläuftrger Beweise, um