Geschichte.
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gen giebt es eine so überwiegende Menge und sie liegen aufser-dem so nahe, dafs man den Anfang der Naturkunde füglich indas höchste Alterthum hinaufrücken könnte, auch ist in den äl-testen geschichtlichen Urkunden von einer Anwendung der phy-sikalischen Gesetze auf die Fabrication der nöthigsten Kunst-producte sogleich nach der Entfernung des Menschengeschlechtsaus dem I’aradiese die Itede. Solche rohe, zur Befriedigungder ersten und einfachsten Bedürfnisse erforderliche Versuchemufsten auch nothwendig beim ersten Beginnen einiger Culturnemacht werden , indefs läfst sich dennoch nicht bestimmen, in
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welches Zeitalter selbst diese hinaufzurücken sind und in wel-chem Grade die vorhandenen ältesten Urkunden in dieser Be-ziehung Glauben verdienen; hierüber zu entscheiden kommtdem Physiker als solchem ohnehin nicht zu. Auf jeden Fall aberhaben jene ältesten Leistungen keinen wissenschaftlichen Gehalt,und wenn daher von der Naturkunde als Wissenschaft die Redeist, so bleibt ihr Anfang ungewifs und verliert sich in die dun-kelsten Zeiten des höchsten Alterthums. Man hat zwar ver-schiedentlich die Weisheit und die Kenntnisse der Indier hochangeschlagen, allein, genauere und vorurtheilsfreie Forschungenhaben keineswegs hiermit übereinstimmende Resultate gegeben,und wenn sich bei ihnen auch verschiedentlich Spuren manchertechnischen Kenntnisse finden, so berechtigt dieses dennochnicht dazu, hiervon auf eine eigentliche Pflege der Wissen-schaften zu schliefsen 1 . Wegen der oben erwiesenen Noth-wendigkeit des Studiums der Naturkunde darf man übrigens mitGrunde annehmen , dafs dasselbe bei beginnender Cultur allenandern wissenschaftlichen Disciplinen vorangehe und mit denletzteren demnächst gleichmäfsig Schritt halte. Läfst sich da-her nachweisen, dafs ein Volk nur einige Bildung gehabt habe,so berechtigt dieses zu der Voraussetzung, dafs es in den Na-turwissenschaften nicht ganz zurückgeblieben sey, eine Schlufs-folgerung, die sich auf die Aegyplier anwenden läfst und durchgeschichtliche Thatsachen bestätigt wird. Allerdings warenihre Kenntnisse wohl nicht von derjenigen Bedeutung, als man-
1 Die in der heiligen Sanskrit-Sprache geschriebenen Werkewerden zwar von vielen sehr hoch geachätzt, allein sicher finden sichdarin keine Spuren einer hohem Naturkunde. \ ergl. Wachler Lehr-buch der Literaturgeschichte. Leipz. 1830. 8. S. 6.