Band 
Siebenter Band. N - R.
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539
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Geschichte. 539

Müller Reoiomontanus (geb. 1436, st. 1476) und BernhardWalther (st. 1504) vorzüglich aus.

Naturkunde und selbst Physik blieben nicht ganz ohneVerehrer, welche aber meistens nur ihre Aufmerksamkeit aufungewöhnliche Erscheinungen, die sogenannten Naturwunder,richteten. In dieser Beziehung können genannt werden Ago-bakdcs, Bischof von Lyon (st. 840) , Marbod , Bischof vonRennes (st. 1123), Isibordus von Corvei (um 1200), Alexan-der Insulanus (um 1204), Michael Scotus (1240) und Ael-l'HED, Thomas Cantifratensis , Schüler des Albertus(st. 1263), VlNCEXTIUS BELLOVACENSIs(um 1250), Alfoxsus X.von Castilien (st. 1284), Conrad von Metgenbehg (1349)und die durch höhere Bildung in vielen Wissenschaften sichauszeichnenden Thomas von Aquino (st. 1274) und sein Geg-ner Joh. Duns Scotüs (st. 1308), Ratmusdüs Lullus ausI’alma (st. 1315), Petrus de Adano (st. 1316), NicolausCuSAnus (st. 1464), auch als Mathematiker vorzüglich berühmt,und mehrere andere. Als merkwürdige Erscheinungen tretenhervor das Werk Kaiser Fhiedhich’s II. (st. 1250) über dieFalkenjagd und seines Stallmeisters Jordanus Rufeus über dieTferdearzneikunde, desgleichen des Theodoricus de Ai’olda(um 1300) Erklärung des Regenbogens. Spätere Gelehrte, mehrSammler und Commentatoren, waren Petrus de Crescentiis aus Bologna (st. 1307), Matthaeus Farinator aus Wien (1330), Bartholomaeus de Glanvilla (1340), Simon Ee-versham (1370), Albertus de Saxonia (1390), JohannesKexyngale (st. 1451) und andere. Statt eigentlicher Chemie er-hielten sich blofs einige alchemische Spielereien, obgleich RogerBaco, Arnaldus de villa nova (st. 1313), Raymundus Lul-lus, Fetrus de Abano, Basilius Valentinus (um 1460) undNicolaus Flamel (st. 1413) auch in dieser Beziehung als be-rühmte Namen genannt werden. Desto wichtiger dagegen istdie Erfindung der Brillen, welche dem Alexander de Spina(1313), und der Magnetnadel, die dem Flavio Gioga ausAmalfi (um 1300) zugeschrieben wird, obgleich die letztereschon 1100 Jahre v. C. G. den Chinesen bekannt gewesenseyn soll *.

1 Nach Hager Memoria sulla Bustola orientale, Vergl. Copipafs .Bd. 11. S. 179.

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