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Siebenter Band. N - R.
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Geschichte. 547

nen Systeme selbst aber ihrem wesentlichen Inhalte nach mitzu-theilen , würde überflüssig seyn, da sie künftig nur als etwas dereigentlichen Physik Fremdartiges und ihr widernatürlich Aufge-drungenes erscheinen können. Veranlasser des Emporkommensder naturphilosopliischen Schule, obgleich nicht selbst Gründeroder Anhänger der erst später sogenannten Naturphilosophie, warImmanuel Kant dadurch, dafs er das Wesen der Materie, ausBegriffen abgeleitet, .festsetzte 1 ; viel weiter im Idealismus gingFichte, noch weiter Schelling nebst seinen Schülern Ritteb,Steffens und Oken, endlich Hegel , mit welchem die Na-turphilosophie in Beziehung auf Physik ihr Ende erreicht zu ha-ben scheint 2 .

pritnam et secundam. Budae 1803, sein ganzes System aber ist ent-halten io Jon. Jac. Wiktebl’s , Prof, der Chemie und Botanik zuPesth , Darstellung der vier Bestandtheile der anorganischen Natur;aus dem Latein übersetzt von Dr. Schuster. Jen. 1804. Nach dergründlichen Widerlegung durch Gcyton wurde die Sache bald ver-gessen.

1 Metaphysische Anfangsgründe der Naturwissenschaft. Die 3teAuf], von 1800.

2 Dafs die Naturphilosophie in Deutschland so weit verbreitetwurde, lag nicht so wohl ansschliefslich in demWerthe des durch Kantaufgestellten Systems, als vielmehr zugleich darin, dafs die neue Phi-losophie selbst fast gänzlich in das Gebiet der Phantasie übergiugund bei jungen Männern Anklang fand, die dann nicht blofs, ohnegrofse Anstrengung auf die Erwerbung reeller Kenntnisse zu verwen-den, neue Ideen aufzustellen und ganze Systeme zu schaffen vermoch-ten, sondern durch ihre oft wiederholten vereinten Stimmen den Glaubenherbeiführten, dafs die eigentliche Schärfe des Verstandes sich nur indieser Philosophie zeige, deren Hauptcharakter darin bestand, unbe-stimmte, in ganz ungewöhnlicher Bedeutung gebrauchte Worte zuhohl klingenden Phrasen zusammenzuweben; insbesondere aber wirktedie bis dahin ungewohnte Dreistigkeit in der Aufstellung von Sätzenohne genügenden Beweis, und die allgemeine Verfolgung, welche je-dem drohte, der nach letzterem zu fragen sich nur erkühnte, weil dieAutorität des Ausspruchs der Koryphäen schon für genügend geltensollte. H. F. Lisz (über Naturphilosophie. Leipz. u. Rostock 1806.S. 122) sagt in dieser Beziehung: „Dafs die Erfinder und Anhänger derphilosophischen Systeme, welche alles zu erklären glauben, abspre-chend und stolz sind, ist begreiflich. Einseitigkeit ist die Quelle je-ner Systeme und der einseitige, beschränkte Mann ist stolz und un-biegsam. Wer eine Erfahrung macht, kann ruhig erwarten, dafs an-dere sie ebenfalls machen, er weist sie ihnen nur nach. Aber demSchöpfer solcher Systeme flüstert heimlich das Gewissen die Nichtig-

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