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Platin.
Platin.
Platinum ; Platine; Platinum. Die in FlüssenSüdamerica’s gefundenen Metallkörner, die von dem spaiischenWorte Plata (Silber) den Namen Platina erhielten, kamer. zuerst174! nach Europa , wo man bald erkannte, dafs der Iiraptbe-standtheil dieser rohen Platina oder des Platinerzes ein eisen-
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thütnliches Metall, das Platin, sey, neben welchem dann späteraufser mehreren bereits bekannten Metallen durch Woliastondas Palladium und Rhodium und durch Smithson Tbnitaxt dasIridium und Osmium entdeckt wurden. Die Darstellung desreinen Platins bestehtim Allgemeinen darin, dafs man dasPlatin-erz in Salpetersalzsäure löst, die Lösung durch Salmiak fällt undden ausgewaschenen Niederschlag, der eine Verbindujg vonSalmiak und Chlorplatin ist, der Glühhitze aussetzt. Hierbeibleibt das Tlatin in einem lockern, grauen Zustande als schwam-miges Platin oder Platinschwamm; um es dicht vereirigt zuerhalten, kann man es im Kleinen durch die mit SauerjtofTgasangefachte Flamme des Weingeistes, Aethers oder Wasserstoft-gases schmelzen. Zur Vereinigung gröfserer Massen bedient mansich jetzt des Verfahrens von Wollastost, nach welchem dasschwammige Platin zart gerieben, in einem Cylinder geprefstund einer anhaltenden Glühhitze ausgesetzt wird, wobei es hin-reichend zusammenschweifst, um dann durch Schmieden völligverdichtet werden zu können. Früher schmelzte man das Platinmit Arsenik zusammen, entfernte letzteres durch Glühen an derLuft und vereinigte das in porösem Zustande zurückble.bendePlatin durch Schmieden.
Das zu einer dichten Masse vereinigte Platin ist nicht ganzso weifs wie Silber, härter als Kupfer und weicher als Eisen,läfst sich in sehr dünnen Draht ausziehn, zeigt ein specifischesGewicht von 21,53 und schmilzt nicht im heftigsten Esseafeuer,wohl aber in einer durch SauerstofFgas angefachten Flamne desWeingeistes, Aethers und Wasserstoffgases und im Kreise einerstarken Volta’schen Säule. Das oben erwähnte schwammigeriatin ist grau und glanzlos, weich und zerreiblich, jedoch auchschon von dem specifischen Gewichte 21,47. Fällt man gewisseFlatinsalze durch Erhitzung mit Weingeist und andern organi-schen Stoffen, so erhält man das Platin in einem noch feiner ver-theilten Zustande als Platinschwarz oder Platinmohr , in wel-
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