Band 
Siebenter Band. N - R.
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Fneumatik.

im widerstandleeren Raume bewegen, gegen jedes ihnen entge-genstehende Hindernifs als hart anstofsen müssen, wie sich diesesdeutlich beim Anschlägen des Quecksilbers an die obere Wan-dung der torricelli’schen Röhre und beim Wasserhammer zeigt,so erklärt sich hieraus leicht der heftige Schall, das eigentlichePlatzen, welches die in fast leere Räume einströmende Luft her-vorbringt. Beispiele dieser Art geben verschlossene Büchsen,namentlich Pennale, deren Deckel man so schnell öffnet, dafsdie darin enthaltene Luft bedeutend ausgedehnt wird, das Zer-platzen der Knallbomben, (grofser hohler Glaskugeln, die imglühenden Zustande zugeblasen werden), wenn man sie auf einemSteine zerschellt, am auffallendsten aber alle Detonationen, na-mentlich die mit Knallgas gefüllten Seifenblasen oder Thierblasen,und auch die elektrischen Pistolen oder Kanonen. Bei den letz-teren wird das eingeschlossene Gas (2 Th. Wasserstoffgas und1 Th. Sauerstoffgas dem Volumen nach), welches an sich schonspecifisch leichter und also auch dünner ist, als atmosphärischeLuft, durch die bei seiner Entzündung stattfindende Glühhitzegleichzeitig in ein sehr Vielfaches seines ursprünglichen Volumensausgedehnt und auch in Wasserdampf verwandelt, welcher nachdem Verluste der Expansionswärme in Wasser übergeht, dessenVolumen kaum den achthundertsten Theil des ursprünglichen derGasmischung beträgt. Aus der Uebersicht dieser Gröfsen undder angegebenen Geschwindigkeit der einströmenden Luft erklärtsich dann leicht der heftige, dem Ohre empfindliche Knall, wel-chen die explodirenden Gasmischungen erzeugen. Unter dieähnlichen Phänomene gehört der Knall der abgebrannten Ge-schütze und im Kleinen das Klatschen der Peitschen, wie imGrofsen das Getöse des Donners und der zerplatzenden Feuerkugeln.

4) Die aus der Berechnung gefundene Geschwindigkeit von1215 par. Fufs in einer Secunde wird bedeutend größer, wenndie Luft durch Wärme ausgedehnt und also specifisch leichterist, als bei 0° C. Hierbei kommt nicht sowohl die mittlereTemperatur der ganzen Luftsäule bis zur Grenze der Atmosphärein Betrachtung, als vielmehr blofs diejenige, welche dem untern-Theile derselben eigen ist, indem dieser unter dem angenom-menen Drucke steht, auch die vorausgesetzte Elasticität besitzt,ohne dafs die Beschaffenheit der obern Schichten hierbei einenunmittelbaren Einflufs äufsert. Angenommen also, dafs dieFluidität der Luft mit ihrer Ausdehnung durch Wärme gleich-