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Siebenter Band. N - R.
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Allgemeine Bewegungsgesetze.

und das Aufsteigen der durch die Sonnenstrahlen erwärmtenLuftsäulen im Sommer, die Erhebung der leichteren Luftschich-ten in Zimmern von beliebigem Rauminhalte, das Ziehen derCamine und Schornsteine und alle diesen ähnliche Phänomene ge-hören also insgesammt unter eine und dieselbe Classe. Aufser-dem unterliegt es wohl keinem Zweifel, dafs bei allen diesen Phä-nomenen die Geschwindigkeit nicht so grofs seyn kann, als sieaus den theoretischen Betrachtungen folgt, indem nicht sowohldie Adhäsion der bewegten Luftsäulen an den Wänden der Ca-näle oder den sie umgebenden Lufttheilchen, als vielmehr dieTrägheit der verdrängten und also gleichzeitig in Bewegung ge-setzten Luftmassen bedeutende Hindernisse erzeugt. Es scheintmir, als müsse aus theoretischen Gründen die Hälfte der erzeug-ten Kraft auf die Ueberwindung dieses letzteren Hindernissesverwandt werden, denn die bewegte Luftmasse mufs eine gleichgrofse in Bewegung setzen, um den von ihr verlassenen Ort ein-zunehmen. Dehnt man diese Folgerung auf abermals andereLuftmassen aus’ und will man dabei zugleich auf die Trägheitder ruhenden und der bereits bewegten Massen Rücksicht neh-men , so führt die Untersuchung auf ein bis jetzt noch nichtgelöstes Problem. Aus der Erfahrung könnten zwar diejenigenResultate indirect benutzt werden, welche man über den Wider-stand expansibler Flüssigkeiten gegen bewegte Körper erhaltenhat, allein dieses würde mit grofsen Schwierigkeiten verbundenseyn, directe Versuche hierüber sind mir aber keine bekannt,aufser denen, die durch G. G. Schmidt angestellt worden sind 1 .Dieser erhitzte vermittelst einer argand’schen Lampe die Luft ineiner blechenen, von 17 bis zu 55 par. Fufs zu verlängerndenRöhre, bestimmte die Temperatur in derselben, wenn sie längereZeit sich gleichbleibend geworden war, vermittelst eines Ther-mometers, und mafs dann die Geschwindigkeit der in ihr strö-menden Luft mit einem in dieselbe eingesenkten Flugrädchen,dessen Umdrehungsmengen an einer Secundenuhr gemessen wur-den , nachdem zuvor die Zahl seiner Umdrehungen bei einerBewegung gegen die ruhende Luft mit einer gewissen Geschwin-digkeit bestimmt war, indem sich fand, dafs ein Umlauf dessel-ben einer Geschwindigkeit von 8,4 par. Zollen zugehörte. DreiVersuche ergaben nachher den des Widerstandes wegen er-

1 3. Hand- und Lehrbuch der Naturlehre. Giefsen 1826. S. 215.