Durch Z u r ii c k w e r f u n g und II r e c h u n g. 743
ihre eigentliche Redeutung verliert, indem von einer strengenUnterscheidung der polarisirten und nnpolarisirten Theile nichtmehr die Rede ist. Gleichwohl sucht Ii«ewsrr« die Men"edes anscheinend polarisirten Lichts, das heifst, die Intensitätdesjenigen Lichts, das im Durchgänge durch den mit seinemIlauptschnitte in der Reilexions - Ebene oder Refractions - Ebeneaufgestellten Doppelspath sich als anscheinend polarisirt zeigt,zu bestimmen.
Wenn R die ganze reflectirte Lichtmenge ist und diesewäre in einer Richtung und unter dem Winkel = u gegen denHauptschnitt des Krvstalls geneigt polarisirt, so wird die Licht-menge = RCos. 2 a' gewöhnlich und R Sin. 2 a ungewöhnlichgebrochen; es ist also so, als ob R (Cos. 2 a —Sin. 2 «') pola-risirt gewesen wäre und zu dieser, nun ganz der gewöhnli-chen Urechung folgenden Menge noch die halbe unpolarisirteLichtmenge = R. Sin. 2 «', der ungewöhnlich gebrochenen gleich,käme. Ist also ein Lichtstrahl aus gewöhnlichem Lichte an-zusehn, als ob er ans einem in 45° polarisirten Lichte be-stände, so ist nach dem Vorigen (nr. 38)
R=4
( Sin -( j —O \ 2 , , ( Tang ( i — i' ) \ 2VSin.(i-f i')/ 2 \Tang.(i-f
und Tang a
Cos. (i -f i' )Cos. (i — i‘ j ’
woraus •
C os .a(i+i') _
Cos. 2 (i — i') -f- Cos. 2 (i + i ; )
folgt.
Die durchgehende Lichtmenge ist = (i— R), und von dieserist, wenn sie in der Richtung u” polarisirt war, im Doppel-spath die Lichtmenge = (1 — R) Sin. 2 «' ungewöhn-lich und (|—R) Cos. 2 a" gewöhnlich gebrochen, so dafs(1 — R) (Sin. 2 «" — Cos. 5 ce") als schon vordem Eintrittein denRrystall senkrecht auf die Refractions - Ebene polarisirt erscheint.Setzt man nun für u den eben gefundenen Werth und für «"den aus Cotäng. a" — Cos. J (i—i’) hervorgehenden, so läfstsich zeigen , dafs die beiden eben als polarisirt bezeichnetenLichlmengen
= R
Cos. 1 (i-f-i')^— Cos. 2 (i—i') |
Cos.* (t + i' ) + Cos. 2 (i — i') J
Rbb 2