Durch Zuriickwerfung und Brechung. 745
und gab dem einfallenden Strahle RA die Richtung, dafs dergebrochene und reflectirte Strahl RA COS bei B die Ober-fläche senkrecht traf, damit dort die Polarisation keine Aen-derung erlitte. Fielen dann Strahlen , die in + 45° polarisirtwaren, wie RA, unter 83° Einfallswinkel auf, so mufste (daCotang. 53° sehr nahe = Cos. (83° — 42°) und hier i = S3°,i'=42° war) der Strahl AC eine Polarisation in +53° ange-nommen haben; diese veränderte sich bei der Zuriickwerfung(nach nr. 41) in 45°, 25 (weil
Tang. 45°, 25
Tang. 53° Cos. 125" ^
Cos. 41°
und das Licht mufste also bei seinem Hervorgehn in B fast wie-der in jF 45" polarisirt seyn. Dagegen, wenn der Strahl durchdas angekittete Stück maM ging und also mit AP parallelhervorkam, so hatte die zweite Refraction die Polarisations-Ebenewieder in die Stellung _+ 53" gebracht, statt dafs der einfachzurückgeworfene Strahl seine Polarisations-Ebene in 37° hatte
(weil Tang. 37° =
Tang. 45° Cos. 125°
)•
Cos. 41°
Da für Lichtstrahlen, deren anfängliche Polarisation + 45°war, nach der ersten Brechung Cotang. u = Cos. ( i — i'),nach der innern Reflexion ~ N
Tang. a. Cos. (i-f-f) _Cos. (i-}-i')
Cos. 2 (i — i')
Tang, a"—
Cotang. a
Cos. (i—i*)
und nach einer zweiten Brechung in parallelen OberflächenCotang. a" — Cotang. u". Cos. (i—i) oder
Cos. 3 (i — i')
Cos. (i
so wird a" = 45°, wenn Cos. (i -f- i') = Cos. 2 (i — i'), wel-ches für Glas ungefähr bei i = 83" statt findet, dagegenu"= 45" für Cos. 3 (i—i') = Cos.(i-J-i'), welches für Glasungefähr bei i = 78", für Wasser bei i = 80" statt findet. Imletzten Falle geht also der in +^45° polarisirt gewesene Licht-strahl nach zwei Brechungen und einer innern Zurückwerfungin seinem vorigen Polarisationszustande hervor.
Hieraus erhellt, welche Unsicherheiten in der Beurthei-lung des von einer Glasplatte reflectirten Lichts daraus ent-stehn, dafs sich mit dem an der ersten Oberfläche reflectirtenLichte bei dünnen Glasplatten derjenige Lichtstrahl vollkom-