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Siebenter Band. N - R.
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Dünne krystallisirte Körper.

der dem Winkel =2kfi entsprechenden Polarisation, und vondiesen Theilchen gehn daher viele als zuriickgeworfen aus je-nem Spiegel hervor. Diese Veränderung der Polarisation istam wirksamsten, wenn j = 45° ist, indem dann bei vollen-deter Oscillation die senkrecht gegen die vorige Polarisations-Ebene polarisirten Theilchen am vollkommensten von demSpiegel, dessen Reflexions-Ebene dieser Polarisations - Ebeneentspricht, zurückgeworfen werden.

Ein einfarbiger Strahl würde also bei den Dicken e, 3e, 5e, 7esich in dem auf 90° gestellten Spiegel zeigen, bei den Dicken2e, 4e, 6e, Se würde dagegen das Bild verdunkelt seyn , undin den letztem Fällen verstärkt dann dieser Strahl das beider Stellung auf 0° hervorgehende Licht. Dagegen wenn derLichtstrahl nicht homogen ist, so ist die Dicke =e, die fürden rothen Strahl die Vollendung einer halben Oscillation be-stimmte, nicht mehr genau dem Ende einer halben Oscillationdes blauen Strahls entsprechend, und es wird daher bei derDicke = 2 e, 4e, 6 e, wo jener rothe Strahl sich der Zu-riickwerfung entzieht, irgend ein anderer Farbenstrahl odervielmehr eine Mischung von Farbenstrahlen der Zuriickwerfungaus dem auf 90° gestellten Spiegel fähig seyn. Wenn man die-selben Rechnungen, welche man bei den Anwandehingen führenmufs , um die w r egen Ungleichheit uer Länge der Anwande—lungen einer jeden Dicke der Luftschicht entsprechende Farbein den Farbenringen zu finden, hier an wendet, so erhält manoffenbar, nachdem Maise der Dicke der Platten fortschreitend,eben den Fortgang der Farben, und diese Oscillationen schei-nen daher die Phänomene, so w T eit sie von der Dicke der Plat-ten abhängen, vollkommen darzustellen.

67- Gegen diese Theorie der beweglichen Polarisationmacht PlEiisciiEr, einen sehr wichtigen Einwurf, dafs nämlichdie Grenze, wo, und der Grund, warum diese bewegliche Po-larisation endlich in die feste Polarisation übergehe, nicht be-stimmt sey. Bei einem Eindringen in sehr dünne Schichtenbringen die Oscillationen immer wechselnd die Polarisation auf0 und auf 2i hervor, bei grofser Dicke des Krystalls dagegenist der Strahl in zwei gespalten, für deren einen die Polarisa-tions-Ebene dem Winkel = i, für den andern dem Winkel= 90° 4- i entspricht; nach jenen Bestimmungen erhellt abernicht, dafs etwa die Oscillationen immer geringer w'ürden und