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Dünne krystallisirte Körper.
auch die Dicke der Platte ungleich ist. Die scheinbaren Poleerscheinen daher nicht ganz schwarz, und ihre Färbung gehörteinem Ringe anderer Ordnung an, wenn die Platte dicker ist.Diese Puncte liegen zwischen den Polen , wenn die blaue Axeder Mitte näher als die rothe liegt, z. B. bei Rochellesalz, Borax,Mica , und aufserhalb, wenn die Axe der blauen Strahlen mehrals die der rothen von der Mitte ab liegt, z. B. im Salpeter,Arragonit, Strontian. Der Grund hiervon erhellet leicht; dennda die violetten Ringe kleiner sind, so triiTt der violette aufdenjenigen rothen Ring, der an der Seite liegt, wohin dasCentrum des violetten vorgerückt ist; ungefähr fallen dannauch die zwischenliegenden Farben zusammen, und bildenWeifs, wenn die Farben oder die hellen Ringe zusammenfal-len, oder bilden Schwarz, wenn die dunkeln Zwischenräumezusammenfallen. Von diesen Coincidenzpuncten gehn dann dieFarben ziemlich den Newton’schen Ringen gemäfs, wenn dieF’arbenfoliie nicht zugleich solchen Abweichungen unterworfenist, wie wir oben beim Apophyllit sahn. Für einen schwe-felsauern Baryt fand Hehschel in dem virtuellen Pole desungewöhnlichen Bildes Schwarz oder vielmehr ein demSchwarz nahe kommendes Purpur. Ging man nun von die-sem virtuellen Pole, der weiter als der scheinbare Pol von derMitte ab lag, weiter hinauswärts, so folgte ein grünliches unddann ein reines Weifs, dieses ging in Orange über, woran sich dieFarbenreihe Roth, Blau, Hellblau, grünliches Weifs und dannOrange, Roth, Purpur, Blau, Grün, Gelb, Roth, unreines Purpur,schönes Grün, Roth, Grün, anschlofs. Im virtuellen Pole trafen diedunkeln Zwischenräume fast aller Ringe, deren Mittelpuncte dieverschiedenen wahren Pole waren, zusammen ; aber da die blauenund grünen hellen Ringe in einem kleinern Zwischenräume vonihrpm zugehörigen dunkeln Ringe liegen , so treten diese Far-ben, noch ungemischt mit Roth, als grünliches 'Weifs, hervorund daran erst grenzt das volle Weifs, wo die nächsten hel-len Rin^e aller Farben sich decken. Dafs dieses Weifs einen
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änfseren Orangerand haben und in Roth übergehn mufs, istoffenbar; aber dann kommen, weil dem hellen rothen Ringeder dunkle Zwischenraum des nächsten violetten und blauenRinges entsprach, die hellen blauen Ringe gleich nach demRoth, da hingegen, wo nun der nächste orange und rothe Ringliegen sollte, trifft zugleich schon der folgende helle violette