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Siebenter Band. N - R.
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Polarisation des Lichts.

len entweder in Beziehung auf die Gestalt des Krystalls selbstoder in Beziehung auf die Theilchen , aus denen wir ihn alszusammengesetzt anzusehn Grund haben, so bestimmt an diellauptlini'e des Krystalls geknüpft wären , wie es bei dem Dop—pelspathe der Fall ist, so würden wir wohl kein Bedenkentragen, die Axe, welche wir als Axe des Krystalls und alsoptische Axe zugleich anerkennen, auch als diejenige anzusehn,in welcher wir den Grund aller dieser Erscheinungen der dop-pelten Brechung und Polarisation zu suchen haben. Aber dieseUebereinstimmung zwischen den Linien, die im Krystalle alsdie merkwürdigsten hervortreten, und den optischen Axen istkeineswegs allgemein, und da in zweiaxigen Krystallen sogardie optischen Axen für jeden Farbenstrahl eine andere Lagehaben, so bietet sich der Gedanke sehr natürlich dar, dal'sdiese optischen Axen, um mit Buewster zu reden, nur rt-sultirende Axen sind ,'in welchen die, eigentlich von andernAxen ausgehende, Einwirkung auf ähnliche Art vereinigt ge-dacht werden kann, wie die Richtung mehrerer Kräfte in derRichtung der äquivalenten Mittelkraft.

Diese Ansicht findet in Fresnel’s Undulationstheorie einesehr wichtige Bestätigung, da nach dieser die doppelte Bre-chung davon abhängt, dafs die Elasticität des Aethers in denKörpern nicht nach allen Richtungen gleich ist. Da ich aberdiese theoretischen Untersuchungen, die sich an das ganzeSystem der Undulationstheorie ankniipfen, besser einem andernArtikel 1 Vorbehalte, so begnüge ich mich hier, von Bhew-stek’s über diese eigentlich wirksamen Axen aufgestellte Theo-rie einen Begriff zu geben.

Bhewster glaubt, diese ruhe auf rein mechanischenGründen 2 . Ob man ihm dieses zugestehn darf, mögte ichbezweifeln, und das Hypothetische in der Theorie ist ihm auchnicht blofs von Biot vorgeworfen 3 , sondern auch Hehsch.eescheint es dadurch, dafs er die Grundlagen dieser Theorie alsPostulats aufführt, andeuten zu wollen 4 . Die eine Grund-

1 S. Art. Undulationstheorie.

2 Phil. Tr. 1818. 240. Vgl. die Darstellung dieser Theorie vonMaas. Schw. Journ. XXVII. 129. XXVIII. 145.

3 Mem. de l’acad. royale. 1818. Tome. III. p. 194.216.224. 226.

4 Vom Lichte §. 1021 bis 1025.